CEO stellt exklusive Xbox-Spiele von anderen Entwicklern in Aussicht, trotz schwacher Konsolenverkäufe

Microsoft hat einige Wünsche von Unterstützern erfüllt, indem wieder exklusive Xbox-Spiele wie Gears of War E-Day angekündigt worden sind. Der Shooter ist zwar ein Projekt eines Microsoft-eigenen Studios, CEO Asha Sharma hat aber auch eine stärkere Exklusivität durch Drittentwickler angedeutet. Angesichts der Komponentenknappheit und der schwächelnden Konsolenverkäufe könnte das allerdings unrealistisch sein.
Als Berichte über bevorstehende Entlassungen aufgekommen sind, haben Sharma und Chief Content Officer Matt Booty in einem Memo an Mitarbeiter überraschend darauf Bezug genommen. Die Managerin hat eingeräumt, dass das Unternehmen nicht genug in seine wertvollen Franchises investiert habe. Außerdem hat sie erklärt, dass "eine zuverlässige Pipeline aus exklusiven Spielen von eigenen Studios und Drittanbietern sowie neuen IPs entscheidend für unseren Erfolg ist."
Exklusive Spiele von anderen Entwicklern beim Showcase?
Die CEO hat erwähnt, dass einige Drittanbieter bereits beim Xbox Games Showcase vertreten gewesen seien. Unklar ist, welche Kandidaten diese Kriterien erfüllen würden, da Microsoft die Studios besitzt, die Gears of War E-Day und Clockwork Revolution entwickeln. Dennoch haben die Kommentare einige Fans an die Ära der Xbox 360 erinnert.

Microsoft hat auf seinen ersten drei Konsolen regelmäßig exklusive Xbox-Spiele von Drittanbietern angeboten. Das ursprüngliche System konnte etwa mit dem beliebten Star Wars: Knights of the Old Republic punkten, das von BioWare entwickelt und von LucasArts veröffentlicht worden ist. Dieser Trend hat sich mit Titeln wie Mass Effect und Dead Rising auf der Xbox 360 fortgesetzt.
Während des Lebenszyklus der Xbox One hat dieser Erfolg allmählich nachgelassen. Rise of the Tomb Raider ist zeitexklusiv erschienen, hat aber nicht so gut abgeschnitten wie der vorherige Multi-Plattform-Titel. In der Generation der Series X und Series S hat die Zahl solcher Veröffentlichungen weiter abgenommen. S.T.A.L.K.E.R. 2: Heart of Chornobyl hat sich allerdings gut entwickelt, bevor es ein Jahr später auch für die PS5 erschienen ist.
Die Realität für Xbox-Konsolen
Das Problem für Microsoft ist, dass die Installationsbasis der Xbox-Konsolen deutlich kleiner ist als die des PlayStation-Konkurrenten. Zunehmend werden Spiele wie Phantom Blade Zero Microsofts Systeme zumindest anfangs auslassen. Publisher erkennen inzwischen außerdem das Gewinnpotenzial von Multi-Plattform-Veröffentlichungen. Selbst Sony hat frühere exklusive Spiele von Drittanbietern aus der Final-Fantasy-Reihe verloren.
Ein weiteres Problem, das Sharma in dem Memo hervorgehoben hat, ist, dass der Hersteller Schwierigkeiten hat, genügend Hardware zu produzieren, um die Nachfrage zu decken. Die Knappheit bei Speicher und Arbeitsspeicher hat Microsoft besonders hart getroffen. Ob die Nachfrage tatsächlich hoch ist, ist umstritten, allerdings gibt es Anzeichen für eine Erholung der Konsolenverkäufe.
Angesichts dieser Herausforderungen ist es schwer vorstellbar, dass Partner bereit sind, auf die PS5 oder Switch 2 zu verzichten.















