Halo Campaign Evolved: Xbox-Performance besser als Mid-Range-PCs?

Der Xbox Games Showcase hat einen Veröffentlichungstermin für Halo: Campaign Evolved am 28. Juli bestätigt. Fans sehen nun erste Performance-Eindrücke zum erwarteten Remake von Combat Evolved. In der Vorschau von Digital Foundry hat die Seite überraschend gezeigt, dass die Xbox-Version gegenüber bescheideneren PC-Konfigurationen im Vorteil gewesen ist.
Ein größtenteils gelungener Wechsel auf UE5
Auf beiden Plattformen hat Digital Foundry deutliche Verbesserungen gegenüber der Anniversary Edition von 2011 festgestellt. Die Unreal Engine 5 bringt aktualisierte Lichteffekte wie Lumen Global Illumination, wodurch Außenumgebungen natürlicher wirken. Auch Reflexionen überzeugen, während Master Chief eine sonnenbeschienene Küste durchquert.
Die Vorschau zu Halo: Campaign Evolved umfasst zwei Missionen, The Silent Cartographer und Assault on the Control Room. Spieler auf der Xbox Series X können einen Performance-Modus mit 60 FPS erwarten, der in der Demo die einzige verfügbare Option gewesen ist. Die finale Version dürfte einen Qualitätsmodus mit 30 FPS und besserer Bildqualität bieten.
Digital Foundry hat die Leistung des Shooters auf der Series-X-Konsole gelobt. Dynamic Resolution Scaling (DRS) pendelt sich bei etwa 1080p ein, Vorteile der Unreal Engine 5 wie Raytracing bleiben aber aktiviert. Am wichtigsten ist, dass die Bildfrequenz das Ziel von 60 FPS mit minimalem oder gar keinem Stottern erreicht hat.
Der Demo von Halo: Campaign Evolved fehlt derzeit noch eine Optimierung für die Series S, weshalb sich die Seite der PC-Version gewidmet hat. In 4K und mit maximalen Einstellungen hat eine RTX-5090-Konfiguration die GPU-Auslastung nahe 50 Prozent gehalten. Mit aktivierter Begrenzung hat die Bildfrequenz problemlos 60 FPS erreicht.
Ein Sieg für Konsolenspieler?
Mittelklasse- und schwächere Gaming-PCs könnten allerdings an Grenzen stoßen. Ein System mit AMD Ryzen 5 5600X, 16GB DDR4-RAM und RTX 4060 hat bei 1440p gemischte Ergebnisse geliefert. DLSS im Modus "Ausgewogen" hat nicht gereicht, um die FPS-Anzeige konstant bei 60 zu halten. Wahrscheinlich liegt die Ursache in CPU-Drosselung, vor allem wenn viele Gegner auf dem Bildschirm zu sehen sind.
Noch schwächere Hardware könnte zusätzliche Fragen aufwerfen. Der Gaming-Handheld ROG Xbox Ally X hat Schwierigkeiten gehabt, mit TSR-Upscaling 30 FPS zu halten. Digital Foundry vermutet, dass das Combat-Evolved-Remake auf dem Steam Deck noch schlechter abschneiden wird.
Die Performance-Vorschau zu Halo: Campaign Evolved hat außerdem typische Schwächen der Unreal Engine 5 offengelegt. Temporal Noise kann sich durch Flackern bemerkbar machen und dadurch die allgemeine Bildqualität beeinträchtigen.
Trotz einiger Schwächen haben sich die Benchmark-Tester weitgehend beeindruckt vom Shooter gezeigt. Vor dem Veröffentlichungstermin liefert die Xbox Series X dennoch eine flüssigere Darstellung als fast alle PCs, abgesehen von den leistungsstärksten Systemen.













