Microsoft erwägt wohl Xbox-Abspaltung wegen steigender Kosten für Spiele

Microsoft scheint seine Xbox-Gaming-Sparte und deren zahlreiche Studios, darunter Bethesda Game Studios, Saber Interactive und 343 Industries, stärker auf die wichtigsten Spiele-Franchises ausrichten zu wollen, während strukturelle Optionen für das Unternehmen offen bleiben.
Neuen Berichten zufolge will Microsoft die Entwicklung kommender Titel wie The Elder Scrolls 6, dem gemunkelten Fallout 3 Remastered, einem Remake von Fallout: New Vegas, Halo: Campaign Evolved und einem gemunkelten Halo-Multiplayer-Live-Service-Spiel beschleunigen.
Laut The Information haben drei Personen mit direktem Wissen der Publikation mitgeteilt, dass Microsoft erwägen könnte, Xbox in ein eigenständiges Unternehmen umzuwandeln und als separate Tochtergesellschaft neu zu strukturieren, ähnlich wie es bei anderen Unternehmen der Fall ist. Zur Einordnung: Microsoft gehören GitHub und LinkedIn.
Berichten zufolge denkt das Unternehmen auch über ein Joint Venture mit externen Partnern nach, um einen möglichen künftigen Verkauf zu erleichtern. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass eine Umstrukturierung unmittelbar bevorsteht. Microsoft prüft offenbar lediglich die verfügbaren Optionen.
Unterdessen hat die neue Xbox-Chefin Asha Sharma höhere Budgets für bekannte IPs vorgeschlagen, die kürzlich von Microsoft-CEO Satya Nadella und Finanzchefin Amy Hood für das im Juli beginnende Geschäftsjahr genehmigt worden sind. Konkrete Angaben zum genauen Budget oder zu einzelnen Summen sind bislang jedoch nicht bekannt.
Der Grund für die zusätzlichen Mittel liegt nahe. Xbox will mehr Spiele schneller veröffentlichen, da viele wichtige IPs seit mehr als einem Jahrzehnt stagnieren.
Zur Einordnung: Bethesdas Fallout 4 ist vor fast 11 Jahren erschienen, The Elder Scrolls V: Skyrim vor 15 Jahren. Der letzte Trailer zu The Elder Scrolls VI war ein Ankündigungsteaser, der vor 8 Jahren gezeigt worden ist. Aktuell konzentriert sich Asha Sharma auf Fallout und The Elder Scrolls VI.
Halo hat ebenfalls einige Höhen und Tiefen erlebt, insbesondere nachdem das Unternehmen 2025 den Live-Service-Support für Halo Infinite zurückgefahren hat. Square Enix hat es derweil geschafft, die Final-Fantasy-VII-Remake-Trilogie in weniger als einem Jahrzehnt zu veröffentlichen.
Die Formel wirkt einfach: Videospiele unter dem Dach der größten Blockbuster-Franchises entwickeln. Einfach mehr Geld in das Problem zu stecken, dürfte Microsofts Qualitätsprobleme jedoch nicht zwingend lösen. Entwickler brauchen weiterhin Zeit und müssen Crunch vermeiden können, um wertige und lohnende Spiele zu schaffen.

















