Xbox-Manager dementiert Kehrtwende bei Exklusivspielen, trotz Zweifeln an der Profitabilität

Microsoft hat einige Analysten überrascht, als das Unternehmen bei seinem jüngsten Showcase zwei Xbox-exklusive Spiele bestätigt hat. Gears of War: E-Day und Clockwork Revolution erhalten keine PS5-Versionen. Angesichts schwacher Gewinne und schleppender Konsolenverkäufe hat die Entscheidung finanziell zunächst wenig sinnvoll gewirkt. Daraufhin ist ein Bericht aufgekommen, laut dem das Unternehmen diese Entscheidung bereits überdacht habe, was Xbox-CSO Matthew Ball nun zurückgewiesen hat.
Unsicherheit über Exklusivität bleibt bestehen
Am 15. Juni hat der Leaker SneakersSO behauptet, die Ankündigung sei "nur Show" gewesen und solle Fans besänftigen. Viele Nutzer der Series X und Series S hatten eine Abkehr von der Multiplattform-Strategie gefordert. Laut SneakersSO werden Xbox-Konsolen künftig keinen stetigen Nachschub an exklusiven Spielen erhalten, wie CEO Asha Sharma angedeutet hatte.
Nachdem das Gerücht an Aufmerksamkeit gewonnen hat, hat sich CSO Matthew Ball in sozialen Medien geäußert, um die Verwirrung auszuräumen. Der Manager hat erklärt: "Es gibt keine Gespräche und es hat keine Gespräche gegeben, den Kurs zu ändern." Er hat erneut betont, dass Spieler "jedes Jahr charakteristische Exklusivtitel von uns erwarten" können.
Auch nach der Klarstellung sind nicht alle Beobachter überzeugt, dass Microsoft seine Meinung nicht doch noch ändern wird. Die Kommunikation hat sich oft von Woche zu Woche verändert, was Fans frustriert hat. Eine weitere Runde von Studioschließungen und Entlassungen stärkt ebenfalls nicht das Vertrauen, dass Microsoft an der neuen Exklusivitätsstrategie festhalten wird.
Xbox-Spiele nur für Konsolen und Rentabilität
Es gibt Hinweise darauf, dass Sony begonnen hat, wieder mehr Spiele an die eigene Hardware zu binden. Um höhere Gewinne zu erzielen, geht der Branchentrend jedoch in Richtung Multiplattform-Veröffentlichungen. Microsoft steht zudem vor dem Problem, dass deutlich weniger Xbox-Konsolen im Umlauf sind als PS5-Konsolen. Sharma will die Hardware-Verkäufe steigern und die Herstellungskosten durch "Innovation" senken, die Speicherknappheit bleibt jedoch ein Hindernis.
Das Unternehmen hat kürzlich bekannt gegeben, dass seine Gaming-Sparte eine enttäuschende Marge von 3 Prozent erzielt. Wie Pure Xbox berichtet hat, hat Microsoft-Chef Satya Nadella gewarnt, dass daraus ein "nachhaltiges Geschäft" werden müsse. Ob Xbox-exklusive Spiele dabei helfen können, dieses Ziel zu erreichen, ist fraglich.
Im Fall von Gears of War E-Day hat Tom Henderson von Insider Gaming geleakt, dass der Shooter ein Entwicklungsbudget von mehr als 400 Millionen US-Dollar hat. Kritiker bezweifeln, dass die Einnahmen ohne PS5-Portierung diese Investition überhaupt ausgleichen können.


















