Xbox verzichtet womöglich auf Gewinne, um Play Anywhere zu stärken – viele Entwickler bevorzugen Steam oder den PlayStation Store

Xbox Play Anywhere kann für Multiplattform-Spieler auf Konsole, Handheld und PC durchaus praktisch sein. Microsoft hatte bislang jedoch Schwierigkeiten, Entwickler von der Funktion zu überzeugen. Laut Insider Moore’s Law Is Dead versucht das Unternehmen nun gegenzusteuern und kooperierenden Studios einen größeren Gewinnanteil anzubieten.
Da sich das ROG Xbox Ally offenbar nur schleppend verkauft, drängt Microsoft Entwickler dazu, ihre Spiele besser für den Windows-Handheld zu optimieren. Im Idealfall laufen Play-Anywhere-Titel dann auch auf leistungsschwächeren Geräten ordentlich, auch wenn das natürlich nicht garantiert ist. Unterstützende Studios sollen Berichten zufolge künftig einen „höheren Umsatzanteil für die ersten eine Million US-Dollar an Verkäufen“ im Windows Store erhalten.
Nach Gesprächen mit verschiedenen Studios geht der YouTuber davon aus, dass Microsoft damit noch ein weiteres Ziel verfolgt. Viele Entwickler zögern weiterhin, ihre Projekte im Microsoft Store zu veröffentlichen. Stattdessen zieht es sie eher zu Steam, wo eine deutlich größere Reichweite lockt. Auch der PlayStation Store gilt für viele als attraktiverer Weg, um Spieler zu erreichen. Gelingt es Microsoft nicht, diese Vorbehalte abzubauen, könnte das auch für die neue Xbox-Konsole zum Problem werden.
Welche Rolle spielt Play Anywhere bei Helix?
Laut MLID wird im Hintergrund bereits weiteres Fundament für Project Helix gelegt. Obwohl das Hybridsystem offenbar auf einer Windows-Version basieren soll, bleibt Xbox Play Anywhere dabei wohl ein wichtiger Baustein. Der Leaker hatte zuvor berichtet, dass das auf der GDC 2026 vorgestellte GDK Entwicklern die Möglichkeit gibt, gezielt nur für Helix zu entwickeln. Eine PC-Kompatibilität lasse sich zwar mit wenig zusätzlichem Aufwand umsetzen, sei aber keine Pflicht.
Microsoft hofft demnach, dass die meisten Spiele auf Helix, auf Gaming-Handhelds mit Windows und auf weiteren Windows-Geräten erscheinen. Unklar bleibt allerdings, welche Rolle Steam und andere konkurrierende Plattformen dabei spielen werden. Klar ist nur: Microsoft will Publisher stärker in den eigenen Store locken. Offenbar ist der Konzern inzwischen sogar bereit, dafür auf einen Teil seiner Einnahmen zu verzichten.
Trotz inzwischen mehr als 1.000 Play-Anywhere-Spielen dürfte diese Aufgabe für Xbox schwierig bleiben. Gemessen an der Zahl der Titel auf Steam oder im PlayStation Store ist das nur ein Bruchteil. Neben der geringeren Sichtbarkeit schrecken manche Entwickler offenbar auch davor zurück, eine zusätzliche Spielversion mit plattformübergreifenden Funktionen pflegen zu müssen.












