Snap setzt auf Qualcomm für seine 2026er Specs AR-Brille

Snap hat seine Partnerschaft mit Qualcomm im Hinblick auf den Verkaufsstart von Specs – seiner eigenständigen Augmented-Reality-Brille, die Ende 2026 erscheinen soll – ausgeweitet. In einer neuen Mitteilung vom 10. April 2026 erklärte Snaps XR-Tochtergesellschaft Specs Inc., dass künftige Generationen der Specs-Brillen auf den Snapdragon-XR-Plattformen (System-on-Chip) von Qualcomm basieren werden.
Snapdragon XR wird künftige Specs-Hardware antreiben
Laut Snap handelt es sich bei der neuen Vereinbarung um eine mehrjährige strategische Zusammenarbeit zwischen Specs Inc. und Qualcomm Technologies. Snap gibt an, dass Snapdragon-XR-Plattformen die Basis für die geräteinterne Rechenleistung in künftigen Specs-Modellen bilden werden, wobei beide Unternehmen gemeinsam an On-Device-KI, Grafik und digitalen Mehrbenutzer-Erlebnissen arbeiten.
Snap betont zudem, dass Qualcomm-Chips bereits mehrere vorangegangene Spectacles-Generationen angetrieben haben; der aktuelle Deal erweitert somit eine bestehende Hardware-Beziehung, anstatt einen neuen Lieferanten einzuführen. Snaps Wortwahl verknüpft den Qualcomm-Deal zudem direkt mit der bevorstehenden Markteinführung.
In der Ankündigung vom 10. April heißt es, dass die Specs noch in diesem Jahr für Endverbraucher erscheinen werden, während ein früherer Beitrag vom Juni 2025 bereits ein Veröffentlichungsfenster für 2026 für das leichtere, konsumentenorientierte Produkt festgelegt hatte. In dieser früheren Vorstellung beschrieb Snap die Specs als durchsichtige Smart Glasses, die darauf ausgelegt sind, digitale Inhalte in die physische Welt zu integrieren, anstatt auf ein Display im Smartphone-Format angewiesen zu sein.
Specs Inc. wurde zur Fokussierung auf das AR-Geschäft gegründet
Die neue Vereinbarung mit Qualcomm ist zudem eines der deutlichsten Anzeichen dafür, dass Snap das Projekt nach der Umstrukturierung Anfang dieses Jahres weiter vorantreibt. Am 28. Januar 2026 gab Snap bekannt, dass es Specs Inc. als eigenständige, konzerneigene Tochtergesellschaft gegründet hat, um dem Brillengeschäft mehr operativen Fokus, Flexibilität bei Partnerschaften und einen klareren Weg zur Markteinführung der Specs Ende 2026 zu ermöglichen.
Für Snap besteht das übergeordnete Ziel darin, die Specs zu einer eigenständigen AR-Plattform zu machen und nicht nur als Nischenexperiment für Entwickler zu führen. Das Unternehmen gibt an, dass die Brille verstehen soll, was Nutzer sehen und hören, natürliche Sprach- und Handsteuerungen unterstützen und mehr Rechenprozesse direkt auf dem Gerät ausführen soll, um schnellere Reaktionszeiten und privatere Interaktionen zu ermöglichen.
Der Verkaufsstart würde Snap zudem in einen direkteren Wettbewerb mit anderen Unternehmen bringen, die ebenfalls an AR-Brillen für Endverbraucher arbeiten – darunter Meta, während auch Google, Samsung und Apple verwandte Wearable-Projekte verfolgen.








