Düstere Zukunft für Xbox Game Pass: Ehemaliger PlayStation-Boss hat trotz möglicher Preissenkung wenig Hoffnung

Shawn Layden hat nie gezögert, Kritik an seinem früheren Unternehmen zu üben. Der ehemalige Vorsitzende von Sony Interactive Entertainment hat sich auch zum PlayStation-Plus-Konkurrenten Xbox Game Pass geäußert. Respawn First ist auf einen LinkedIn-Beitrag gestoßen, in dem er sich pessimistisch über den Abo-Dienst gezeigt hat.
Hat der Game Pass noch einen Mehrwert?
Layden reagierte auf einen Artikel von The Verge über geleakte Aussagen von Xbox-Chefin Asha Sharma. Sie räumte ein, dass Stufen wie Ultimate für Spieler "zu teuer" seien. Fans hatten die jüngste Preiserhöhung beim Xbox Game Pass im Oktober 2025 erlebt, woraufhin es zu einer Welle von Kündigungen kam. Die Managerin erklärte außerdem, dass Microsoft eine "bessere Preis-Leistungs-Gleichung" bieten müsse.
Trotz dieser Zugeständnisse ist der ehemalige SIE-Chef nicht überzeugt, dass sich der Dienst noch retten lässt. Auf LinkedIn argumentierte Layden:
Sie versuchen mit aller Kraft, das Modell gesund wirken zu lassen, trotz ungünstiger Diagnosen und einer düsteren Prognose. Eine aufklärende Nachbetrachtung würde der gesamten Branche guttun.
Bemerkenswert ist, dass Sharma Layden wenige Tage später antwortete und schrieb: "I would love to chat sometime."

Gerüchte deuten darauf hin, dass Microsoft ausgewählte Day-one-Spiele aus dem Game Pass entfernen könnte, darunter auch Call of Duty. Die Einnahmen mit dem Shooter haben gelitten, da es Sorgen über kannibalisierte Verkäufe gibt. Das Unternehmen könnte zudem prüfen, gemeinsam mit dem Streaming-Riesen Netflix Bundle-Angebote einzuführen. Viele dieser Vorschläge würden jedoch nichts an Laydens grundsätzlicher Kritik ändern.
Die Fallstricke von Gaming-Abos
Im Gespräch mit GamesIndustry.biz im August 2025 hat er seine Ablehnung gegenüber Abo-Modellen erläutert. Der frühere PlayStation-Chef sagte: "I'm not a big supporter of the 'Netflix of gaming' idea." Er bezeichnete das Konzept als "Gefahr" für das Gaming-Geschäft und stellte infrage, ob es sinnvoll ist, AAA-Spiele im Xbox Game Pass direkt zum Launch bereitzustellen.
Während ein Indie-Entwickler stärker von der zusätzlichen Aufmerksamkeit profitieren könnte, merkte Layden an, dass ein Entwickler am Ende zu einem "Lohnsklaven" werde. Entwickler, die auf Steam erfolgreich sind, erzielen seiner Einschätzung nach dagegen höhere Gewinne, selbst nach Valves Anteil.
Sharma dürfte es schwer haben, ein breiteres Publikum anzusprechen. Selbst eine Rücknahme der Preiserhöhung beim Xbox Game Pass würde Skeptiker, die lieber Spiele klassisch kaufen, wohl kaum überzeugen. Unabhängig davon sieht sich die CEO zum Handeln gezwungen. Microsofts letzter Geschäftsbericht deutete darauf hin, dass das Wachstum des Abo-Dienstes ins Stocken geraten ist.














