Enthüllung: Ex-PlayStation-Leiter Shuhei Yoshida wurde vom ehemaligen CEO entlassen

Shuhei Yoshida, das langjährige Gesicht der First-Party-Entwicklung von PlayStation, hat enthüllt, dass sein Rückzug aus der Leitung der Sony Worldwide Studios im Jahr 2019 weniger ein freiwilliger Rücktritt als vielmehr eine Entlassung durch den ehemaligen CEO Jim Ryan war.
Am vergangenen Wochenende verriet Yoshida auf dem Alt:Games Festival in Australien, dass er von seinem Posten als Präsident der SIE Worldwide Studios "gefeuert" wurde, weil er sich weigerte, bestimmte Anweisungen von Ryan zu befolgen.
Während der Übergang damals so wirkte, als würde Yoshida lediglich seine Rolle wechseln, stellte er nun klar, dass dies geschah, weil er "nicht auf den damaligen PlayStation-Chef gehört" habe. "Jim Ryan wollte mich aus dem First-Party-Bereich entfernen, weil ich nicht auf ihn gehört habe", sagte Yoshida dem Publikum. "Er verlangte einige lächerliche Dinge, und ich sagte 'Nein'."
Yoshidas Amtszeit als Leiter der First-Party-Entwicklung dauerte 11 Jahre – ein Zeitraum, in dem gewaltige Franchises wie The Last of Us, God of War, Uncharted und Ghost of Tsushima entstanden (und verfeinert wurden). Obwohl Yoshida nicht näher auf die spezifischen „lächerlichen“ Forderungen einging, deutete er in früheren Interviews an, dass er sich gegen Sonys aggressive Ausrichtung auf Live-Service-Games gewehrt hätte – eine Strategie, die zum Markenzeichen der Ära von Jim Ryan wurde.
Doch trotz der harten Wortwahl („gefeuert“) sprach Yoshida mit seinem charakteristischen Humor über die Situation. Er erklärte, dass er und Ryan bereits seit der Ära der ersten PlayStation in den 1990er-Jahren zusammengearbeitet hätten und Freunde geblieben seien, obwohl diese gemeinsame Vergangenheit das berufliche Unterstellungsverhältnis etwas verkompliziert habe.
Er fügte hinzu: „Da ich seit den PS1-Tagen mit Jim zusammengewachsen bin... möchte man keinen seiner Freunde als Untergebenen haben.“ Als die Veränderung 2019 erstmals angekündigt wurde, waren viele Fans überrascht, einen Veteranen in eine kleinere Initiative wechseln zu sehen. Er hat inzwischen zugegeben, dass die Wahl, vor die er gestellt wurde, simpel war: Entweder die Indie-Rolle übernehmen oder das Unternehmen verlassen. Er entschied sich zu bleiben und verbrachte weitere fünf Jahre bei Sony, bevor er das Unternehmen schließlich Anfang 2025 verließ.









