Ex-Microsoft-Managerin kritisiert Sonys heimliche PS5-DRM-Änderungen: „Sie schaden sich selbst“

Eine ehemalige Microsoft-Managerin hat sich auf YouTube zu Wort gemeldet, um ihre Meinung zu einem - wie sie es beschreibt - selbstverschuldeten Problem bei Sonys Umgang mit der PlayStation-Community zu teilen. Laura Fryer war früher als Executive Producer bei den Microsoft Game Studios tätig. Sie erklärt, dass Sony derzeit aktiv ein und denselben Fehler immer wieder macht.
Das Unternehmen rollt Richtlinien-Updates aus, welche die Fans völlig unvorbereitet treffen, was potenziell Vertrauen verspielt. Trotz allem verkauft sich die PS5 deutlich besser als die Xbox Series X|S, und Sony geht aus der aktuellen Konsolengeneration praktisch als Sieger hervor. In ihrem YouTube-Video mit dem Titel "Sony Please Stop Hitting Yourself! Why Quiet Changes Backfire" (zu Deutsch etwa: Sony, hör auf, dir selbst zu schaden! Warum heimliche Änderungen nach hinten losgehen) konzentriert sie sich auf Sonys jüngste Anpassungen bei den digitalen Richtlinien, die völlig überraschend umgesetzt wurden. Sie erklärt detailliert, was daran falsch läuft. Fryer sagt in ihrem Video:
Sony hat vor Kurzem heimlich eine Änderung an der Funktionsweise digitaler Spiele der PlayStation vorgenommen. Wenn man ein neues digitales Spiel kauft, muss sich die Konsole einmalig mit dem Internet verbinden und innerhalb von etwa 30 Tagen kurz „nach Hause telefonieren“, um zu überprüfen, ob das Spiel rechtmäßig erworben wurde. Nach dieser einmaligen Überprüfung kann das Spiel dauerhaft offline genutzt werden. Ein monatlicher Login ist nicht erforderlich und ältere Spiele, die man bereits besitzt, sind davon nicht betroffen.
Sie betont jedoch genau das Problem, das die Spieler so verärgert hat: Sony hat dazu keinerlei Ankündigungen gemacht. Fryer fährt fort:
Das Problem ist, dass Sony das nicht klar kommuniziert oder im Vorfeld angekündigt hat. Viele Spieler sahen plötzlich einen beunruhigenden 30-Tage-Timer in ihren Games und gerieten in Panik. Sie dachten natürlich sofort, dass Sony ihnen die Spiele wegnimmt, für die sie bezahlt haben, oder dass sie einen dauerhaften Online-Zwang einführen. Es fühlte sich hinterhältig an. Es wirkte, als würde das Unternehmen klammheimlich die Kontrolle darüber verschärfen, was einem Gamer eigentlich gehört.
Sony gab später eine Erklärung ab, dass dieser obligatorische 30-Tage-Check dazu dienen soll, Betrug bei Rückerstattungen zu verhindern. Der Schaden war durch das unauffällige Update jedoch bereits angerichtet. Sie schließt ihre Botschaft mit einer eindringlichen Bitte:
Ich sehne mich wohl einfach nach dem Sony zurück, das die richtige Entscheidung traf, als Xbox versuchte, seinen Online-DRM-Zwang durchzuboxen. Werdet wieder dieses Sony - dasjenige, bei dem man das Gefühl hatte, dass es auf unserer Seite steht.
Hier kann man die Sony PlayStation 5-Konsole auf Amazon kaufen.














