PlayStation startet mit Altersverifizierung für manche PSN-Features

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis Sony in einigen Regionen mit Altersverifizierungen beginnt. Tatsächlich werden Spieler im Vereinigten Königreich und in Irland bereits dazu aufgefordert, ihre Identität nachzuweisen. Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass PlayStation diese Anforderungen bald weltweit einführen wird. Andernfalls könnten Spieler den Zugriff auf PSN-Funktionen verlieren, die für viele Multiplayer-Spiele auf der PS5 unverzichtbar sind.
Push Square hat einen Screenshot eines neuen Hinweises im PlayStation Store geteilt:
Im Rahmen der Einhaltung globaler Vorschriften wird später in diesem Jahr eine Altersverifizierung erforderlich, um PlayStation-Kommunikationsfunktionen wie Nachrichten und Sprachchat weiterhin nutzen zu können.
Die Altersverifizierungsverfahren von Microsoft und Discord bieten viele der gleichen Optionen. Eine Methode ist ein Gesichtsscan, bei dem das System das Alter mithilfe der Kamera eines Smartphones schätzt. Alternativ können PSN-Mitglieder verschiedene Ausweisdokumente wie einen Führerschein oder Reisepass verwenden. Außerdem könnte es möglich sein, eine Mobilfunknummer für eine Verifizierung per SMS anzugeben.
Nutzer auf Reddit sehen auf Konsolen einen QR-Code, der zur PS-App führt, wo weitere Anweisungen zu finden sind. Bei einer Verweigerung der Prüfungen hat die PlayStation-Supportseite die Einschränkungen aufgeführt, mit denen Spieler in PS4- und PS5-Spielen rechnen müssen. Diese Beschränkungen gelten auch für die mobile App und webbasierte Dienste.
Wie PS5-Multiplayer-Spiele betroffen sein könnten
Ab Juni 2026 könnten Spieler den Zugriff auf Sprachchat sowie Textchat und Nachrichten verlieren. Zusätzlich stehen Party-Chat, Discord-Integrationen und das Teilen von Gameplay auf dem Spiel. Selbst Multiplayer-Spiele, die auf eigene Kommunikationsfunktionen außerhalb von PSN setzen, sind davon womöglich nicht ausgenommen. Ohne Altersverifizierung lassen sich in einigen Titeln aber weiterhin die Einzelspieler-Modi nutzen, Trophäen sammeln oder der PlayStation Store durchsuchen.
Nach der Verabschiedung des britischen Online Safety Act im Jahr 2023 haben Spielekonzerne wie Microsoft und Sony die Vorgaben nach und nach umgesetzt. Das Ziel besteht darin, das Internet für Minderjährige sicherer zu machen, das könnte jedoch zulasten der Privatsphäre gehen.
Kritiker äußern Zweifel daran, ob Sony oder Drittanbieter sensible Informationen zuverlässig vor Hackerangriffen schützen. Andere Kritiker empfinden das Verfahren schlicht als lästig, insbesondere wenn Konten bereits älter als 18 Jahre sind.












