TeamSpeak bestätigt „unglaublichen Ansturm“ neuer Nutzer – Discord-User suchen Alternativen

Discord hat kürzlich eine weitreichende Änderung angekündigt. Ab März müssen Nutzer, die auf altersbeschränkte Kanäle und sensible Inhalte zugreifen wollen, ein neues Verfahren zur Altersverifikation durchlaufen. Dieses kann entweder einen Gesichtsscan oder die Überprüfung eines offiziellen Ausweisdokuments umfassen.
Laut Discord soll die Maßnahme die Sicherheit auf der Plattform erhöhen. Allerdings zeigt sich davon nicht jeder begeistert. Viele Nutzer begannen unmittelbar nach der Ankündigung damit, nach Alternativen zu suchen. Einer der größten Profiteure dieser Entwicklung scheint TeamSpeak zu sein.
Auf X bestätigt TeamSpeak einen „unglaublichen Ansturm neuer Nutzer“, die der Plattform beitreten und neuen Communities anschließen. Nach Angaben des Unternehmens war der Aktivitätsschub so stark, dass die Hosting-Kapazitäten in mehreren Regionen – insbesondere in den USA – an ihre Grenzen stießen.
Um die plötzliche Nachfrage zu bewältigen, kündigte TeamSpeak die Eröffnung zweier neuer Regionen für die Community-Erstellung an: Frankfurt 3 und Toronto 1. Zudem erklärt das Unternehmen, die Auslastung weiterhin genau zu beobachten und die Kapazitäten bei Bedarf weiter auszubauen.
Interessant ist dabei, dass Discord ursprünglich durch sein All-in-One-Konzept an Popularität gewann. Die Plattform vereinte Sprachkanäle, Textchats, Dateifreigabe und serverbasierte Community-Strukturen in einer einfach zu bedienenden Oberfläche – und ersetzte damit für viele Gaming-Communities ältere Dienste wie Skype oder eben TeamSpeak. Über Jahre hinweg galt Discord als Standard-Kommunikationslösung für Gamer und Online-Communities.
Allerdings stehen viele Discord-Nutzer der Idee skeptisch gegenüber, staatliche Ausweisdokumente hochzuladen oder Gesichtsscans durchzuführen. Besonders sensibel reagiert ein Teil der Community nach einem gemeldeten Datenleck im Oktober vergangenen Jahres, bei dem die Ausweisdaten von rund 70.000 Discord-Nutzern kompromittiert worden sein sollen.










