Nach Kritik: Keine Datenübertragung von Amazons Ring-Kameras an Flock Safety

Ring, das von Amazon übernommen wurde, ist insbesondere in den USA ein sehr bekannter Hersteller von Überwachungskameras (je nach Modell ab rund 45 Euro, Amazon) und Videotürklingeln. Gemeinsam mit Flock Safety, einem Sicherheits- und Analytikanbieter, wollte man laut eigenen Angaben die Sicherheit in der Nachbarschaft erhöhen. Angekündigt wurde die Allianz bereits im Oktober 2025. Der Plan: Wenn die Polizei über das System von Flock Safety nach Beweisen sucht, sollten Anfragen aus Flocks Systemen heraus an Ring-Nutzer ausgespielt werden, um diese nach einer Freigabe ihres privaten Videomaterials zu fragen.
Für neue Kritik sorgte eine Werbeeinschaltung für eine Funktion namens "Search Party", welche während des Superbowl-Events gespielt wurde. Im Spot findet eine KI einen entlaufenen Hund, indem sie durch das Netzwerk von Ring-Kameras sucht. Was herzerwärmend wirken sollte, vermittelte vor allem die Botschaft: „Unsere KI kann alles und jeden in der Nachbarschaft tracken.“.
Obwohl die „Search Party“-Funktion technisch nichts mit der Flock-Partnerschaft zu tun hat, wurde der öffentliche Druck wohl zu groß. Offiziell gab Ring in einer knappen Mitteilung jedoch lediglich bekannt, dass die Kooperation mit Flock Safety „deutlich mehr Zeit und Ressourcen erfordern würde als gedacht“ und man sie daher einstelle. Wichtig für Nutzer: Da die Funktion noch in der Entwicklung war, wurden laut Ring zu keinem Zeitpunkt Daten von Kunden an Flock übertragen. Die Funktion "Community Requests" bleibt jedoch bestehen: Behörden können Anfragen veröffentlichen, Ring-Nutzer entscheiden dann freiwillig, ob sie relevante Clips teilen oder nicht.
Untenstehend eingebettet finden Sie das (englischsprachige) Werbevideo, welches beim Superbowl in den USA ausgestrahlt wurde und massive Kritik auslöste.














