Ein großer „Aus-Schalter“: Firefox-Update gibt Nutzern Kontrolle über KI-Funktionen zurück

Künstliche Intelligenz mag zwar stellenweise nützlich sein, viele Nutzer ärgern sich jedoch, dass sie ihnen in gängigen Webbrowsern förmlich aufgezwungen wird. Firefox setzt unter anderem auf einen KI-Chatbot in der Seitenleiste. Google Chrome ist inzwischen eng mit Gemini verbunden und auch Microsoft Edge hat mit Copilot einen fest integrierten KI-Assistenten. Viele Nutzer lehnen die Nutzung Künstlicher Intelligenz grundsätzlich ab – und möchten dementsprechend nicht, dass der Browser ihnen diese immer wieder anbietet.
Mozilla kommt Nutzern hier nun einen Schritt entgegen und führt mit Firefox 148 neue AI Controls ein. Ab dem 24. Februar 2026 erhalten Nutzer im Desktop-Browser einen eigenen Einstellungsbereich, mit dem sich KI-Funktionen gezielt verwalten oder vollständig blockieren lassen. Die Neuerung wurde erstmals am 31. Januar in einem offiziellen Video vorgestellt und Anfang Februar im Mozilla-Blog näher erläutert. Im Fokus steht hier ein großer „Aus-Schalter“, mit dem sich Nutzer sämtlicher KI im Browser entledigen können.
Der neue Schalter „Block AI Enhancements“ deaktiviert in Firefox künftig alle KI-Funktionen. Gleichzeitig werden dem Nutzer keine neuen KI-Features mehr vorgeschlagen oder im Browser eingeblendet. Die Einstellung soll auch nach Browser-Updates bestehen bleiben, sich aber jederzeit wieder rückgängig machen lassen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, einzelne KI-Funktionen gezielt an- und abzuwählen – etwa automatische Übersetzungen von Webseiten und den integrierten Chatbot ausschalten, KI-gestützte Link-Vorschauen aber aktiviert lassen.
Im Firefox-Subreddit fällt die Resonanz überwiegend positiv aus. Alle Nutzer stellt Mozilla mit dem Update aber nicht zufrieden. Ein Teil der Community fordert, KI-Funktionen grundsätzlich als Add-ons auszulagern, um den Browser schlank zu halten. Andere wünschen sich ein konsequentes Opt-in-Modell, bei dem KI standardmäßig deaktiviert ist.











