KI generierte Gaming-Podcasts auf der PS5 – Sony meldet Patent an

Microsoft setzt bereits auf generative KI-Werkzeuge wie den Gaming Copilot, um Spielern während des Spielens situative Tipps zu geben. Auch die Konkurrenz versucht, Gamer mit dieser Technologie langfristig an Spiele und Hardware zu binden. Ein neues, von Tech4Gamers entdecktes Sony-Patent beschreibt nun den Einsatz von KI zur Erstellung maßgeschneiderter Podcasts. Spieler sollen damit News und Tipps von ihren liebsten Videospielcharakteren vermittelt bekommen.
Ein neuartiges Podcast-Konzept
Die Patentanmeldung mit dem Titel „LLM-Based Generative Podcasts for Gamers“ wurde am 22. Januar 2026 veröffentlicht. Wenn Spieler nicht weiterkommen, könnte eine Konsole oder ein anderes Gaming-System mit spontanen Hilfestellungen einspringen. Alternativ erhalten Nutzer Neuigkeiten zu ihren Lieblingsspielen auf der PS5, ohne dafür ein weiteres Gerät nutzen zu müssen.
Statt textbasierter oder künstlich klingender Ansagen sollen die Podcasts von animierten Charakteren präsentiert werden. Viele dieser Figuren stammen aus bekannten Spielen. Große Sprachmodelle (LLMs) erzeugen dabei humorvolle Voice-overs, die auf aufgezeichneten Dialogen basieren.

Sony nennt Spielkonsolen als eines der zentralen Einsatzfelder der Technologie – allerdings nicht ausschließlich die eigene PlayStation-Hardware. In dem Dokument werden auch Microsoft und Nintendo erwähnt. Darüber hinaus umfasst das Konzept weitere Plattformen wie VR-Headsets, Smart-TVs, PCs und Smartphones.
Welches Ziel verfolgt Sonys aktuelles KI-Patent?
Wie das Unternehmen erklärt, fehlt es Videospielplattformen bislang an Möglichkeiten, Spielern individuelle und gezielt zugeschnittene Inhalte bereitzustellen, um sie über aktuelle Entwicklungen auf der jeweiligen Plattform auf dem Laufenden zu halten. Viele Spieler greifen dafür auf YouTube oder soziale Netzwerke zurück – jedoch meist nicht über Konsolen-Apps selbst.
So zeitsparend und unterhaltsam das Konzept auch sein mag, es wirft mehrere Fragen auf. Das generative KI-System würde Spielerprofile auswerten, um zu bestimmen, welche neuen oder bestehenden Spiele von Interesse sein könnten. Zudem soll die Aktivität von Freunden analysiert werden. Selbst bei einer aktiven Zustimmung der Nutzer könnte Sony damit Kritik von Datenschützern auf sich ziehen.
Unklar bleibt außerdem, welche Rechte erforderlich wären, um bekannte Figuren und deren Sprachstil für solche Podcasts zu reproduzieren. Besonders heikel wird das bei Marken und Charakteren, die nicht Sony Interactive Entertainment gehören.
Trotz dieser offenen Punkte will das Unternehmen vom aktuellen KI-Boom profitieren. Ein weiteres kürzlich aufgetauchtes Sony-Patent schlägt vor, während des Spiels sogenannte „Ghosts“ einzublenden, die frustrierten Spielern als Orientierungshilfe dienen.































