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70 % aller PS3-Spiele inzwischen über RPCS3-Emulator spielbar – offizielle PS5-Unterstützung hinkt hinterher

RPCS3 PS3-Emulator auf einem PC-Monitor. (Bildquelle: RPCS3 mit Bearbeitungen)
RPCS3 PS3-Emulator auf einem PC-Monitor. (Bildquelle: RPCS3 mit Bearbeitungen)
Die Emulation der PS3 und ihrer ungewöhnlichen, schwer nachzubildenden Hardware stellt selbst erfahrene Entwickler vor Herausforderungen. Durch die Arbeit eines engagierten Teams hat sich jedoch eine Open-Source-Lösung etabliert, die neue Maßstäbe bei der Spielbarkeit von PS3-Titeln setzt. Ohne den RPCS3-Emulator bleibt auf der PS5 lediglich Cloud-Streaming, das mit einer deutlich kleineren Auswahl an Spielen funktioniert und einige Nachteile mit sich bringt.

Retro-Gamer mit Sehnsucht nach PlayStation-3-Nostalgie stoßen heute auf klare Einschränkungen. Ohne die Originalkonsole bleibt auf der PS5 nur der Weg über Cloud-Streaming. Die geringe Titelauswahl macht den PS3-Emulator RPCS3 dabei zu einer attraktiven Alternative. Auf Plattformen wie Windows und Linux hat die Software inzwischen einen weiteren Meilenstein bei der Kompatibilität erreicht.

Langsamer aber stetiger Fortschritt für RPCS3

Als Open-Source-Projekt wird der Emulator kontinuierlich von einer aktiven Community weiterentwickelt. In einem Rückblicksvideo für 2025 erklärt das Team, dass mittlerweile 70,94 Prozent aller PS3-Spiele als „spielbar“ gelten. Zu den Titeln, die in jüngsten Versionen spürbare Verbesserungen erfahren haben, zählt unter anderem Gran Turismo 5 Prologue.

Weitere 26,19 Prozent der Spiele sind mit dem Status „Ingame“ gekennzeichnet. Sie starten zwar, weisen jedoch noch deutliche Grafik- oder Gameplay-Fehler auf, die ein vollständiges Durchspielen verhindern. Der verbleibende Rest der PS3-Bibliothek bleibt beim Startbildschirm hängen oder lässt sich gar nicht erst booten. Dennoch schrumpft die Zahl der Titel ohne jegliche Funktionalität kontinuierlich. 

Die Entwickler haben zudem Lenkrad-Unterstützung integriert und benutzerdefinierte Server für Spiele geschaffen, deren Online-Multiplayer offiziell nicht mehr verfügbar ist. Sonys Ansatz zur PS3-Emulation für PS5-Spieler ist dagegen leider noch nicht besonders gut ausgereift. Um überhaupt Zugriff auf ältere Titel zu erhalten, ist ein Abo von PlayStation Plus Premium erforderlich, das den Zugang zum Classics-Katalog freischaltet. Doch selbst dann fühlt sich das Cloud-Streaming-Erlebnis für viele Spieler nur bedingt authentisch an.

Darum ist die PS3-Emulation so schwierig

Der spezielle Cell-Prozessor der PlayStation 3 erschwert die Neuauflage ihrer Spiele erheblich. Selbst auf modernen PCs ist RPCS3 stark CPU-lastig, was die Bildraten teilweise begrenzt. Sony hat das Thema zwar nicht aufgegeben, scheint aber wenig Eile zu haben. Berichten zufolge arbeitet das Unternehmen mit den Retro-Spezialisten von Implicit Conversions zusammen – ein Schritt, der sich allerdings erst in einigen Jahren auszahlen dürfte.

Auch RedoEngine konnte mit einem eigenen PS3-Emulator auf der PS5 erste Erfolge verbuchen. Das Projekt ist nicht Community-getrieben und konzentriert sich bewusst auf eine kleine Auswahl an Spielen wie Cloudberry Kingdom. Wer interessiert ist, kann die Software im PlayStation Store kaufen und den Ansatz von RedoApps testen.

Für 2026 hat sich RPCS3 vorgenommen, die visuelle Darstellung weiterer PS3-Spiele plattformübergreifend zu optimieren. Zuletzt wurde zudem ARM64-Support umgesetzt, wodurch der Emulator nun auch auf Geräten mit Snapdragon-X-Chips läuft.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > 70 % aller PS3-Spiele inzwischen über RPCS3-Emulator spielbar – offizielle PS5-Unterstützung hinkt hinterher
Autor: Adam Corsetti, 20.01.2026 (Update: 20.01.2026)