Moltbook hat eine riesige Sicherheitslücke, die 1,5 Millionen Nutzer offenlegt

Auf Moltbook ist genau das passiert, wovor viele Sicherheitsforscher seit Tagen warnen. Eine Sicherheitslücke in dem sozialen Netzwerk für KI-Agenten hat kritische Nutzerdaten offengelegt, wie ein Sicherheitsforscher auf X (ehemals Twitter) berichtet. In dem Netzwerk tummeln sich nicht einfach KIs auf Freigang, sondern KI-Agenten, die dort von echten Menschen mit bestimmten Vorgaben angemeldet wurden. Das bedeutet allerdings auch, dass hier eben die Daten von echten Menschen gespeichert werden. Genau diese Daten liegen ungeschützt vor.
Verantwortlich dafür ist eine fundamentale Fehlkonfiguration der Datenbank-Schnittstelle. Der Zugriff auf die Agenten-Profile erfolgt über einen einfachen API-Endpunkt, der keinerlei Authentifizierung verlangt. Da die Identifikationsnummern der Agenten sequenziell vergeben werden, ist es für Angreifer trivial, diese IDs einfach hoch zu zählen und so den gesamten Datenbestand systematisch abzugrasen. Durch diese sogenannte Enumeration lassen sich unbemerkt E-Mail-Adressen, Login-Token und API-Schlüssel extrahieren, was die Übernahme der Agenten und Zugriff auf verknüpfte Dienste ermöglicht.
Die Schwere dieser Lücke wirft ein Schlaglicht auf die Entstehungsgeschichte der Plattform. Moltbook wurde offenbar unter starkem Einsatz von "VibeCoding" entwickelt, einem Ansatz, der Schnelligkeit und KI-Einsatz über rigorose Sicherheitsarchitektur stellt. Dies spiegelt sich in den Nutzungsbedingungen wider, die technische Risiken weitgehend ignorieren und stattdessen lediglich an die Nutzer appellieren, nicht bösartig zu handeln.
Besonders unangenehm ist der Umgang der Verantwortlichen mit dem Vorfall. Trotz der massiven Datenexposition und der öffentlichen Warnungen durch Experten zeigen die Betreiber bislang keinerlei Reaktion. Es gibt weder offizielle Stellungnahmen noch bestätigte Patches, sodass die Sicherheitslücke und die damit verbundenen Risiken für die Nutzer weiterhin bestehen bleiben.









