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Teurer Xbox Game Pass bestätigt Warnungen einer Ex-Kartellwächterin vor dem Activision-Deal

Banner für die Übernahme von Microsoft durch Activision (Bildquelle: Microsoft)
Banner für die Übernahme von Microsoft durch Activision (Bildquelle: Microsoft)
Einige Beobachter wiesen die Warnungen der FTC-Vorsitzenden Lina Khan vor der Fusion von Microsoft und Activision Blizzard ab. Nach der jüngsten Preiserhöhung für den Xbox Game Pass scheinen Lina Khans Bedenken hinsichtlich steigender Kosten jedoch berechtigt. Sie argumentiert, dass die Dominanz eines einzelnen Unternehmens auf dem Markt den Verbrauchern unweigerlich schade.

Nachdem Microsoft im Jahr 2023 Activision Blizzard übernommen hatte, feierten einige Spieler die Erweiterung des Xbox-Spielekatalogs. Die ehemalige FTC-Vorsitzende Lina Khan äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Deals auf die Verbraucher. Nach einer weiteren Preiserhöhung für den Xbox Game Pass äußerte Khan sich dazu in den sozialen Medien.

Sie erinnerte das Publikum daran, warum die FTC damals eine erfolglose gerichtliche Klage eingereicht hatte. Khan antwortete auf einen Beitrag von Lee Hepner, der die steigenden Abonnementpreise des Game Pass veranschaulichte. Sie wies darauf hin, dass nach der Übernahme bereits Studios geschlossen wurden und die Kosten für einige Produkte in die Höhe geschnellt sind. Khan erklärte, dass „zunehmende Marktkonsolidierung und steigende Preise oft Hand in Hand gehen“. Angesichts der marktbeherrschenden Stellung von Microsoft sei das Unternehmen „zu groß, um sich um die negativen Auswirkungen auf die Käufer zu kümmern“ (too-big-to-care).

Viele Kritiker verweisen auf ein Versprechen, das Microsoft im Jahr 2023 während der Gerichtsverfahren gab. Das Unternehmen wies damals die Vorstellung zurück, der Deal würde zu Preiserhöhungen für den Xbox Game Pass führen. Nur wenige Jahre später kostet der Ultimate-Tarif 26,99 Euro pro Monat, während niedrigere Stufen weniger Vorteile bieten. In Kombination mit den teureren Xbox-Konsolen führen Analysten die hohen Kosten auf die Fusion und schlechte Geschäftsentscheidungen zurück.

Steigende Preise betreffen nicht nur Xbox-Gaming

Khan hatte mit vielen der Folgen des Activision-Blizzard-Deals recht. Dennoch könnten Verteidiger von Microsoft darauf hinweisen, dass einige der Vorhersagen der FTC nicht eingetreten sind. Die US-Bundesbehörde hatte befürchtet, das Unternehmen könnte seine Position ausnutzen, um Konkurrenten wie PlayStation zu schaden. Stattdessen sind Xbox-Spiele wie Call of Duty auf der PS5 leichter verfügbar geworden, anstatt exklusiv zu werden.

Auch Sony sah sich mit dem Vorwurf wettbewerbswidriger Praktiken konfrontiert. Verbrauchergruppen sind der Ansicht, dass der PS Store Konkurrenten daran hindert, günstigere digitale Spiele zu verkaufen. Unabhängig davon, ob Zölle allein die Ursache sind, hat Sony die Preise für PlayStation-Plus-Abonnements und PS5-Konsolen erhöht. Derweil verkauft Nintendo die originale Switch sowie neuere Spiele und Zubehör zu überhöhten UVPs (unverbindlichen Preisempfehlungen). Dennoch trägt Microsoft momentan die Hauptlast der Verbraucherunzufriedenheit.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-10 > Teurer Xbox Game Pass bestätigt Warnungen einer Ex-Kartellwächterin vor dem Activision-Deal
Autor: Adam Corsetti,  4.10.2025 (Update:  4.10.2025)