Xbox Game Pass: Abonnenten wegen Preiserhöhung verloren, Erholung aber in Sicht

Microsoft hat keine konkreten Angaben zu den Auswirkungen der Preiserhöhungen beim Xbox Game Pass gemacht. Ein neu geleaktes privates Memo bestätigt jedoch, dass die höheren Preise zu einem Rückgang der Abonnentenzahlen geführt haben. Tom Warren von The Verge berichtete hinter einer Paywall, dass aus der internen Mitteilung außerdem hervorgeht, dass jüngste Preissenkungen diesen Trend umgekehrt haben.
Die Nachricht enthielt Vorgaben von Xbox-CEO Asha Sharma, die zuvor eingeräumt hatte, dass der Abo-Dienst "für Spieler zu teuer geworden" sei. Laut der Managerin hat sich das "Wachstum verlangsamt, und die Abonnentenverluste haben sich nach den Preis- und Variantenänderungen im vergangenen Jahr beschleunigt." Anschließend erklärt sie jedoch: "Seit unserer Preissenkung haben wir ein Wachstum bei Neuabschlüssen und eine bessere Kundenbindung gesehen, was ein guter erster Schritt ist."
Dies deutet auf Rückgänge hin, noch bevor Spieler mit höheren Kosten konfrontiert worden sind. Sharma verweist auf das vergangene Jahr, Microsoft hatte jedoch bereits 2024 eine frühere Preiserhöhung des Xbox Game Pass angekündigt. Die Ultimate-Stufe ist von 14,99 Euro pro Monat auf 17,99 Euro pro Monat gestiegen, während auch andere Tarife teurer geworden sind.
Preissenkung mit Einschränkungen
Frühere Anpassungen haben bereits Kritik ausgelöst, die Ankündigung vom Oktober 2025 dürfte jedoch schwerer gewogen haben. Ultimate-Abonnenten sollten 26,99 Euro zahlen, während andere Stufen den Zugriff auf Veröffentlichungen am ersten Tag verloren haben. Kurz nachdem Sharma im Februar die CEO-Rolle übernommen hat, genehmigte sie eine Senkung auf 20,99 Euro. Auch PC-Nutzer haben profitiert, allerdings haben Spieler den Zugriff auf künftige Call-of-Duty-Spiele verloren.
Xbox hat weitere Wege ausgelotet, um den Abo-Dienst zu stärken. Discord bietet inzwischen eine Starter Edition im Paket mit Nitro-Tarifen an, die eine begrenzte Auswahl an Titeln und Cloud-Gaming umfasst. Zudem sind Gerüchte über Netflix-Bundles und eine eigenständige kostenlose Cloud-Streaming-Option aufgetaucht.
Trotz der positiven Signale ist unklar, ob die nun günstigeren Preise die Umsatzziele erreichen können. Selbst wenn die Abonnentenzahlen steigen, könnte Microsoft keine ausreichende Rendite auf seine Investition sehen. Die Call-of-Duty-Ausnahme dürfte helfen, dennoch bestehen weiterhin Bedenken, dass Game-Pass-Spiele die Verkäufe kannibalisieren.
















