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Windows 11: Xbox-Modus spart RAM, bringt aber offenbar keine Extra-Gaming-Leistung

Die Handhelds Asus ROG Xbox Ally und Ally X starten direkt in den Xbox-Modus.
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Die Handhelds Asus ROG Xbox Ally und Ally X starten direkt in den Xbox-Modus.
Windows-11-Nutzer können sich inzwischen direkt in einen neuen „Xbox-Modus“ einloggen. Dieser ersetzt die klassische Windows-Oberfläche durch eine controllerfreundliche Benutzeroberfläche, die verschiedene Spieleplattformen wie Steam und Epic Games integrieren kann. Zudem soll der Xbox-Modus Ressourcen freigeben, um die Gaming-Leistung zu verbessern. In der Praxis fällt das Ergebnis aber offenbar enttäuschend aus.

Unter dem Druck der wachsenden Beliebtheit von SteamOS und der zunehmenden Kritik vieler Nutzer an der Bloatware-Problematik von Windows 11 begann Microsoft Ende April offiziell mit der Einführung des Xbox-Modus für Windows 11. Dieser meldet Nutzer direkt in einer controlleroptimierten Oberfläche an, sodass Spiele schneller erreichbar sind. Darüber hinaus soll der Modus die Gaming-Leistung verbessern, indem nur die wichtigsten Windows-Prozesse aktiv bleiben und Komponenten wie der Windows-Desktop entladen werden, um Systemressourcen freizugeben.

Die Technik-Redaktion von Linus Tech Tips hat den Xbox-Modus getestet, um herauszufinden, wie groß der Leistungsgewinn tatsächlich ausfällt. Das Ergebnis: Der Xbox-Modus scheint beim Spielen praktisch keinen Unterschied zu machen. In mehreren Spielen bei Auflösungen von 1080p und 1440p lagen die Ergebnisse mit und ohne Xbox-Modus nahezu gleichauf.

So testete LTT beispielsweise Forza Horizon 5 sowohl im normalen Windows-Modus als auch im Xbox-Modus. In beiden Fällen wurden 1%-Low-Werte von 108 beziehungsweise 109 FPS sowie eine durchschnittliche Bildrate von 123 FPS gemessen. Dasselbe Bild zeigte sich laut LTT auch in Spielen wie Cyberpunk 2077, F1 24 und Doom: The Dark Ages.

Leistungsvergleich von Forza Horizon 5 im Xbox-Modus.

Diese Ergebnisse sind insofern enttäuschend, da der Xbox-Modus tatsächlich weniger Arbeitsspeicher zu benötigen scheint als die normale Windows-11-Oberfläche. LTT ermittelte beispielsweise einen RAM-Verbrauch von 4.493 MB im Xbox-Modus, während Windows 11 mit der Xbox-App außerhalb des Xbox-Modus 5.101 MB belegte. Daraus lassen sich zwei mögliche Schlussfolgerungen ziehen: Entweder gibt der Xbox-Modus nur eine vergleichsweise geringe Menge an Ressourcen frei, die sich nicht messbar auf die Leistung auswirkt, oder die Auswirkungen hängen stark vom jeweiligen Spiel ab.

RAM-Auslastung von Windows im Xbox-Modus im Vergleich zur Standardoberfläche.
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RAM-Auslastung von Windows im Xbox-Modus im Vergleich zur Standardoberfläche.

Unabhängig davon lässt sich argumentieren, dass die bloße Existenz des Xbox-Modus für Windows-Spieler ein positives Zeichen ist. Sie zeigt, dass Microsoft die Konkurrenz durch Linux-Gaming und SteamOS ernst nimmt. Bleibt zu hoffen, dass Microsoft die Funktion weiterentwickelt und nicht auf halbem Weg wieder einstellt. Allerdings handelt es sich um Microsoft – daher bleibt abzuwarten, welchen Weg das Unternehmen als Nächstes einschlägt.

Das Asus ROG Xbox Ally ist bei Amazon erhältlich.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-06 > Windows 11: Xbox-Modus spart RAM, bringt aber offenbar keine Extra-Gaming-Leistung
Autor: Fawad Murtaza, 16.06.2026 (Update: 16.06.2026)