Sony PS6 in 2027: Leaker nennt Grund, warum Sony den Release nicht verschiebt

Nach der Enthüllung des Preises der Steam Machine nehmen Spekulationen und Befürchtungen zu, dass auch die Next-Gen-Konsolen Xbox Helix und Sony PlayStation 6 deutlich teurer werden könnten als die aktuelle Konsolengeneration. Zusätzlichen Auftrieb erhielten diese Sorgen, nachdem Microsoft die Preise der Xbox-Konsolen erneut angehoben und zugleich angedeutet hatte, dass künftig sogar noch stärkere Preiserhöhungen möglich seien.
KeplerL2 hatte kürzlich enthüllt, dass die Stückliste (Bill of Materials, BOM) der PS6 deutlich teurer geworden ist – eine Verschiebung des Veröffentlichungstermins ergibt aus seiner Sicht jedoch keinen Sinn. Moore's Law Is Dead, der bereits mehrfach betont hat, dass Sony die PS6 nicht über den geleakten Zeitplan hinaus verschieben werde, hat sich nun mit einer interessanten Einschätzung zu Wort gemeldet. Seiner Ansicht nach ist der „eigentliche Hauptgrund“ dafür, den PS6-Release nicht nach hinten zu verschieben, dass die Konsole im Jahr 2027 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten werde.
Der Leaker argumentiert, dass ein Marktstart der PS6 im Jahr 2027 die Konsole in eine besonders günstige Position bringe, da sie „in diesem Jahr am wenigsten überteuert wirkt, bevor neue GPUs der RTX-60-Serie erscheinen“. Aus seiner Sicht sind die RAM-Preise für Sony daher eher ein zweitrangiges Thema. Wichtiger sei, dass die PS6 als die attraktivste Plattform zum Spielen wahrgenommen werde.
Dieses Argument erscheint durchaus nachvollziehbar. Die Preise für Spielkonsolen haben inzwischen ein Niveau erreicht, bei dem der Selbstbau oder der Kauf eines vorkonfigurierten Gaming-PCs für viele eine echte Alternative darstellt. Eine ähnliche Diskussion gibt es derzeit rund um die Valve Steam Machine, bei der sich viele ernsthaft fragen, warum Valve für einen vergleichsweise schwachen PC einen so hohen Preis verlangt.
Mit dem Erscheinen der RDNA-5-GPUs im Jahr 2027 und der GeForce-RTX-60-GPUs im Jahr 2028 dürfte der DIY-PC-Markt wettbewerbsintensiver werden. Mehr Wettbewerb führt in der Regel zu sinkenden Preisen, wodurch PC-Gaming günstiger wird. Eine PS6, die im Jahr 2028 rund 1.000 US-Dollar kostet, könnte daher für viele Spieler weniger attraktiv sein, wenn sich für denselben Preis ein ähnlich leistungsstarker oder sogar stärkerer PC zusammenstellen lässt.
MLID ist der Ansicht, dass die „PS6 ihr bestes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten wird, solange ihre Technik noch neu ist“ – unabhängig davon, ob die Konsole letztlich 849 oder 599 US-Dollar kostet. Außerdem könne Sony den Preis der PS6 später jederzeit senken, wie es bereits bei der PS3 der Fall gewesen sei, falls sich die Situation bei DRAM und Speicher nach dem Marktstart der PS6 verbessert.
Letztlich ist allerdings kaum damit zu rechnen, dass Unterhaltungselektronik – einschließlich Spielkonsolen – in absehbarer Zeit günstiger wird. Wer über die Anschaffung eines Gaming-Systems nachdenkt, dürfte daher gut beraten sein, eher früher als später zuzuschlagen – bevor die neuen Xbox-Series-Preise in Kraft treten oder die PS5 teurer wird.
Quelle(n)
Moore's Law Is Dead auf X, Teaserbild: Nikita Kachanovsky on Unsplash, bearbeitet






