GTA VI ist erst der Anfang: Sony zerstört den Gebrauchtmarkt für PlayStation-Spiele

Sony hat die Bombe platzen lassen: Ab 2028 wird es keine Produktion von physischen Datenträgern mehr für PlayStation-Konsolen geben. Dabei spricht Sony eben nicht nur von der PlayStation 5, sondern dediziert von PlayStation-Konsolen und damit auch eventuellen Nachfolgern. Zudem betrifft diese Änderung nur Titel, die bis zum Januar 2028 noch nicht auf den Markt gekommen sind. Diese Änderung soll damit Titel, die aktuell schon als physischer Datenträger erhältlich sind oder es bis zum Januar 2028 sein werden, nicht betreffen.
Sony begründet den Schritt mit geänderten Wünschen der Verbraucher. Tatsächlich wurden im Geschäftsjahr 2025 78 Prozent aller Spieletitel auf PlayStation digital erworben. Im vierten Quartal wuchs dieser Anteil sogar noch einmal auf 85 Prozent an. Gleichzeitig bedeutet das Ende der physischen Speichermedien aber auch das Ende des Gebrauchtmarktes für Videospiele. Zwar lassen sich neue PlayStation-Titel nach diesem Datum noch in einem Ladengeschäft erwerben, allerdings nur als Code. Die Lizenz unterliegt dann einer Accountbindung. Ab Januar 2028 neu veröffentlichte Videospiele für die PlayStation wird es dementsprechend auch nicht mehr in Bibliotheken geben.
In den Kommentaren zu dem Blog-Post zeigt sich durchaus die Enttäuschung vieler Videospieler. Gleichwohl: Sony kann es sich im aktuellen Marktumfeld und der eigenen Position gegenüber der Xbox schlicht erlauben, eine solche Maßnahme durchzuführen - in der letzten Konsolengeneration konnte Sony noch mit einem Seitenhieb auf die Xbox One punkten. Zudem handelt es sich beim Gebrauchtmarkt auf Konsolen auch ein wenig um ein Artefakt. Am PC sind neuere Titel im Regelfall über einen Aktivierungskey bereits heute einer Accountbindung unterworfen und damit dem Gebrauchtmarkt entzogen.
Quelle(n)
Sony, Bildquelle: Foto von Denise Jans auf Unsplash








