Ex-PlayStation-Chef: Darum hat Sony Exklusivtitel auf den PC gebracht, und darum ist diese Phase nun vorbei

Der frühere PlayStation-Chef Shawn Layden verteidigt weiterhin Sonys frühere PC-Strategie für PlayStation, obwohl das Unternehmen erklärt hat, PlayStation-exklusive Titel künftig nicht mehr auf den PC bringen zu wollen. Zuvor hatten Gerüchte die Runde gemacht, PlayStation-Studios-Chef Herman Hulst habe diesen Ansatz zuletzt ausgebremst: PS5-Spiele sollten nur noch "von Fall zu Fall" auf den PC portiert werden.
Der frühere PlayStation-Chef hat in einem Interview mit dem YouTube-Kanal PSI erklärt, dass es bei der Veröffentlichung von PlayStation-Exklusivtiteln auf dem PC im Kern nie darum gegangen sei, möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Vielmehr sollte die Reichweite beliebter PlayStation-Marken vergrößert werden, auch unter PC-Spielern und Xbox-Nutzern. Diese Phase ist inzwischen jedoch vorbei, auch wegen uneinheitlicher PC-Portierungen und fehlender Aussagen von Sony zu künftigen PC-Veröffentlichungen.
Shawn Layden äußert sich in dem Interview offen und sagt:
Die PC-Sache war damals in meinem Kopf ehrlich gesagt nicht dazu gedacht, Geld zu verdienen. Es ging darum: Wie bringe ich mein geistiges Eigentum vor Menschen, die es normalerweise nicht sehen würden? Wie kann ich die Welt von Horizon Menschen zeigen, die nicht in der PlayStation-Welt sind? Nicht unbedingt, weil sie sich dann eine PlayStation kaufen, so verrückt war ich nicht. Aber wenn wir unsere Marken in andere Medien bringen, sei es Film, Fernsehen, Comics oder was auch immer, dann müssen so viele Menschen wie möglich diese Figur und diese Geschichte kennen.
Er ergänzte außerdem, dass die Wartezeit von 1 bis 18 Monaten nach einer zeitexklusiven Konsolenphase die Verkaufszahlen der PS5 nicht wirklich beeinflusst habe. Weiter sagte er: "Wenn jemand 18 Monate darauf wartet, dass etwas auf den PC kommt, haben wir bei dieser Person keinen Verkauf verloren. Sie hätte die Hardware ohnehin nicht gekauft."
Shawn Laydens Aussagen fallen in eine Zeit, in der Sony PlayStation-exklusive Titel Berichten zufolge vollständig vom PC fernhalten soll. Bereits veröffentlichte und kommende Spiele wie Ghost of Yotei, Marvel’s Wolverine, Intergalactic, Saros und God of War: Laufey bleiben demnach auf unbestimmte Zeit an die PS5 gebunden.
Von Sony veröffentlichte Live-Service-Multiplayer-Titel wie Helldivers 2 sollen dagegen weiterhin unterstützt werden, ebenso künftige Multiplayer-Projekte, um die Spielerzahlen hochzuhalten. Als positive Ausnahme bleibt lediglich die Final Fantasy VII Remake-Trilogie von Square Enix, deren erster Teil zunächst zeitexklusiv für PlayStation erschienen ist. Der dritte und letzte Teil der Trilogie, Final Fantasy VII: Revelations, soll im Frühjahr 2027 direkt zum Start für alle Plattformen erscheinen, also für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC.






