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Leica M12 könnte mit diesen sechs Upgrades zur spannendsten Kamera des Jahres 2026 werden

Der Nachfolger der Leica M11 soll eine Reihe gravierender Verbesserungen erhalten. (Bildquelle: Notebookcheck)
Der Nachfolger der Leica M11 soll eine Reihe gravierender Verbesserungen erhalten. (Bildquelle: Notebookcheck)
Die Leica M11 ist eine der kompaktesten Vollformat-Kameras der Welt, Leicas 60 Megapixel Sensor ist auch im Jahr 2025 noch konkurrenzfähig. Im nächsten Jahr könnte die Leica M12 aber eine Reihe gravierender Verbesserungen und neuer Features einführen.
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Gerüchte deuten schon seit Monaten darauf, dass die Leica M12 im Jahr 2026 auf den Markt kommen wird, und das mit einer Reihe bedeutender Verbesserungen. Nachdem die Leica M (Typ 240) im September 2012, die Leica M10 im Januar 2017 und die Leica M11 im Januar 2022 vorgestellt wurden, ist ein Launch der Leica M12 in den nächsten anderthalb Jahren wahrscheinlich.

Leica dürfte der grundlegenden Gehäuseform und dem Bedienkonzept treu bleiben, denn diese Aspekte der Messsucher-Kamera wurden seit der Leica M3 aus dem Jahr 1954 nie mit Erfolg verändert – sowohl die Leica M5 als auch die Leica M (Typ 240) waren durch das etwas größere Gehäuse nur mäßig beliebt. Das Leica M-Bajonett, der ausschließlich manuelle Fokus durch den Messsucher und der direkte Zugriff auf Belichtungsparameter durch dedizierte Einstellräder für ISO, Verschlusszeit und Blende sind zentrale Bestandteile einer Leica M. Technisch könnte Leica aber eine Reihe spannender Verbesserungen einführen.

Hybrid-Sucher könnte Messsucher mit EVF verbinden

Leica bietet schon seit über einem Jahrzehnt einen optionalen, elektronischen Aufstecksucher für das Leica M-System an, mit der Leica M EV1 hat Leica kürzlich auch die erste Kamera der Serie mit integriertem EVF auf den Markt gebracht. Gerüchte deuten darauf, dass die Leica M12 einen Hybrid-Sucher nutzen könnte, ähnlich wie die Fujifilm X-Pro-Serie.

Ein derartiger Sucher würde es ermöglichen, auf Knopfdruck zwischen einem Messsucher und einem elektronischen Sucher umzuschalten. Ersterer ermöglicht einen wesentlich geringeren Stromverbrauch und das klassische Messsucher-Benutzererlebnis, Letzterer erlaubt dagegen eine Belichtungsvorschau und erleichtert die Nutzung von Ultraweitwinkel- und Tele-Objektiven.
 

Der Schieberegler zum Auswählen der Messsucher-Rahmenlinien könnte künftig einen EVF aktivieren.
Der Schieberegler zum Auswählen der Messsucher-Rahmenlinien könnte künftig einen EVF aktivieren.

Leica M12 erstmals mit IBIS

Eine Bildstabilisierung gehört bei den meisten Kameras mittlerweile zur Standardausstattung, selbst bei sehr kompakten Modellen wie der Panasonic Lumix S9 (ca. 899 Euro auf Amazon). Zum Launch der Leica M11 hat der Hersteller noch angegeben, dass im 38 Millimeter dünnen Gehäuse schlicht nicht genug Platz für eine Bildstabilisierung wäre, Gerüchte deuten aber darauf, dass Leica dieses Problem mittlerweile gelöst hat.

Global Shutter für geräuschlose Fotos und Blitz-Upgrade

Die Leica M11 besitzt bereits einen optionalen elektronischen Verschluss, der es ermöglicht, Fotos geräuschlos aufzunehmen – praktisch, um während eines Events möglichst nicht zu stören. Allerdings wird der 60 MP Vollformat-Sensor sehr langsam ausgelesen, was dazu führen kann, dass bewegliche Motive verzerrt dargestellt werden, oder Streifen zu sehen sind, wenn Fotos bei Kunstlicht aufgenommen werden.

Ein Sensor mit Global Shutter, bei dem alle Pixel zeitgleich statt Zeile für Zeile ausgelesen werden, könnte beide Probleme beheben – und ganz nebenbei eine Blitz-Synchronzeit von potenziell über 1/4.000s ermöglichen, statt der 1/180s, die der mechanische Verschluss der Leica M11 ermöglicht.
 

Das ISO-Einstellrad könnte bei der Leica M12 durch ein zweites Daumen-Einstellrad ersetzt werden.
Das ISO-Einstellrad könnte bei der Leica M12 durch ein zweites Daumen-Einstellrad ersetzt werden.

Leica M12 könnte HDR-Fotos aufnehmen und anzeigen

Ähnlich wie die Hasselblad X2D II könnte die Leica M12 HDR-Fotos aufnehmen, und diese einerseits auf einem wesentlich helleren OLED-Display direkt auf der Kamera als HDR darstellen, und andererseits als JPEG-HDR speichern, um Bilder auch auf Smartphones direkt mit hohem Dynamikumfang darzustellen. Nachdem immer mehr Monitore und Endgeräte HDR-Inhalte unterstützen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Foto-Kameras in diesem Bereich aufholen.
 

Die Hasselblad X2D II zeigt mit einem hellen OLED-Display und einem kompletten HDR-Workflow bereits, wie HDR-Foto-Kameras funktionieren können. (Bildquelle: Hasselblad)
Die Hasselblad X2D II zeigt mit einem hellen OLED-Display und einem kompletten HDR-Workflow bereits, wie HDR-Foto-Kameras funktionieren können. (Bildquelle: Hasselblad)

Tethering-Upgrades durch tiefere Capture-One-Integration

Leica und Capture One haben kürzlich eine tiefere Zusammenarbeit angekündigt. Diese soll nicht nur Support für neue Kameras und Objektive sicherstellen, sondern auch Tethering verbessern. Da liegt es nahe, dass die Leica M12 als erste Leica-Kamera auch drahtloses Tethering unterstützt, sodass die Kamera direkt von einem Laptop aus ferngesteuert werden kann, und Fotos sofort nach der Aufnahme drahtlos übertragen werden.

Das erleichtert Studio-Workflows immens, da Bilder direkt am größeren Laptop-Display betrachtet, bearbeitet und mit Kunden besprochen werden können. Die Leica M11 unterstützt bereits Tethering mit Capture One, muss dazu allerdings über ein USB-C-Kabel mit dem Computer verbunden werden.
 

Tethering erlaubt es, Kameras über einen Laptop fernzusteuern und Fotos direkt nach der Aufnahme zu übertragen. (Bildquelle: Capture One)
Tethering erlaubt es, Kameras über einen Laptop fernzusteuern und Fotos direkt nach der Aufnahme zu übertragen. (Bildquelle: Capture One)

Leica M12 könnte Dieben den Kampf ansagen

Was bei E-Bikes und Smartphones längst gängig ist, ist selbst bei sehr teuren Kameras noch eine echte Seltenheit, nämlich eine Diebstahlsicherung. Wer eine Leica M11 stiehlt, kann die Kamera ohne Probleme selbst verwenden oder weiterverkaufen, Eigentümer haben nur die Option, die Seriennummer als gestohlen zu melden.

Mit Unterstützung für Apples "Wo ist?"-Netzwerk und Googles Find Hub könnte die Leica M12 weltweit aufgespürt werden, den dazu erforderlichen Bluetooth-Chip würde die Leica M11 bereits besitzen. In Verbindung mit der Möglichkeit, die Kamera aus der Ferne zu sperren, wäre die Leica M12 für Diebe wesentlich weniger attraktiv, während verlorene oder gestohlene Kameras wesentlich einfacher aufgespürt werden könnten.
 

Durch Apple Find My könnte die Leica M12 weltweit geortet werden, ähnlich wie ein AirTag. (Bildquelle: Ugreen)
Durch Apple Find My könnte die Leica M12 weltweit geortet werden, ähnlich wie ein AirTag. (Bildquelle: Ugreen)

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Autor: Hannes Brecher, 29.12.2025 (Update: 29.12.2025)