
Leichter als die Konkurrenz: XXL-Powerstation Bluetti Elite 400 im Praxis-Test
Energiequelle im Kofferformat.
Fast 4 kWh Kapazität und leichter als viele Wettbewerber - die neue Bluetti Elite 400 Powerstation offenbart im Test praktische Seiten, allerdings auch ein paar Schwächen.Marcus Schwarten Veröffentlicht am
Bluetti Elite 400 Testfazit: Elite 300 die bessere Wahl
Die Elite 400 von Bluetti ist ein Kompromiss aus Kapazität, Handlichkeit und Ausstattung. Für ihre Kapazität von fast 4 kWh fällt sie kompakter und leichter aus als viele Wettbewerber, ist mit knapp 40 kg aber dennoch kein Leichtgewicht. Dank der Trolley-Funktion lässt sie sich aber noch recht gut handhaben, zumindest ebenerdig.
Erkauft hat sich der Hersteller dies durch eine (im Vergleich zu anderen 4-kWh-Powerstations) abgespeckten Ausstattung. Das betrifft nicht nur die AC-Dauerleistung von 2.600 W, sondern auch die Anschlüsse mit beispielsweise nur zwei 230-V-Steckdosen. Für die meisten Anwendungszwecke langt, aber eben nicht für höhere Anforderungen.
Insgesamt hat uns die kürzlich getestete Elite 300 noch besser gefallen als die Elite 400. Sie bietet nur rund 800 Wh (knapp 22 Prozent) weniger Kapazität, ist dafür aber rund 13 kg (ca. 33 Prozent) leichter, kaum schwächer und teils sogar besser ausgestattet. Wem 3 kWh langen, macht aus unserer Sicht hier den besseren Schnitt. Allerdings müssen Käufer auf Räder und Teleskopgriff verzichten und die rund 26 kg in jedem Fall wuchten.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Bluetti Elite 400 beträgt 2.999 Euro. Zum Launch bietet der Hersteller im eigenen Onlineshop sowie bei Amazon einen Rabatt in Höhe von 1.100 Euro an.
Kurz nach dem Launch der Elite 300 hat Bluetti mit der Elite 400 eine noch mächtigere Powerstation folgen lassen. Unser Testbericht verrät, was der fast 4 kWh fassende Solargenerator kann, was er gut macht und welche Schwächen er in der Praxis offenbart.
Datenblatt Bluetti Elite 400
| Eigenschaft/Model | Bluetti Elite 400 |
| Kapazität | 3.840 Wh |
| erweiterbar | nein |
| Dauer-/Spitzenleistung | 2.600 W / 3.900 W |
| Ausgänge | 2xAC, 2xUSB-C, 2xUSB-A, 1xKfz |
| Ladeleistung AC | 2.300 W |
| Ladeleistung DC | 1.000 W |
| Eingänge | 1xAC, 1xXT60 |
| Licht | nein |
| App | ja |
| Gewicht | 39 kg |
| Abmessungen | 49,0 x 43,2 x 28,8 cm |
| UVP | 2.999 Euro |
| erhältlich bei | Amazon |
Ausstattung: Leichter als andere 4-kWh-Powerstations
Die Bluetti Elite 400 wartet mit einer LiFePO4-Kapazität von 3.840 Wh auf. Damit zählt sie zur Kategorie der 4-kWh-Powerstations, auch wenn am Ende ein paar Wattstunden fehlen. Mit Abmessungen von rund 49 x 43 x 29 cm in Höhe, Breite und Tiefe misst die Powerstation ungefähr so viel wie ein Handgepäckkoffer.
Mit ihrem Gewicht von rund 39 kg würde sie zwar bei keiner Airline als Handgepäck durchgehen, präsentiert sich aber dennoch deutlich kompakter und leichter als viele Wettbewerber mit vergleichbarer Kapazität. So wiegt beispielsweise die EcoFlow Delta Pro 3 (ca. 3.300 Euro bei EcoFlow) gut 10 kg mehr. Die Elite 400 ist sogar leichter als die knapp 1 kWh weniger fassende Anker Solix F3000 (ca. 2.000 Euro bei Anker Solix). Für den Transport sind, wie in dieser Klasse üblich, zwei Räder an der Unterseite sowie ein Teleskopgriff und zwei stabile Griffe an der Oberseite untergebracht.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass andere Solargeneratoren mit rund 4 kWh oft mehr Leistung und Ausstattung bieten. Bluetti hat also zum Teil gespart, um die Elite 400 für ein Modell mit knapp 4 kWh dennoch einigermaßen handlich zu halten. Sie bietet nur zwei AC-Steckdosen mit 230 V, was für eine 4-kWh-Powerstation wenig ist. Auch die dauerhafte Ausgangsleistung von 2.600 W (Spitzenleistung 3.900 W, Überspannungsschutz 5.200 W) ist im Vergleich zu manch anderem Modell überschaubar. Allerdings langt es dennoch für viele gängige Verbraucher im Haushalt.
Neben den zwei Steckdosen sind zudem je zweimal USB-A (max. 15 W) und zweimal USB-C (max. 100 W) sowie eine Kfz-Steckdose/Zigarettenanzünder-Anschluss mit 12 V und 120 W verbaut. Damit bietet die Elite 400 eine klassische Ausstattung ohne große Besonderheiten. Hier sind andere Modelle wie die kleinere Elite 300 mit einem DC-Anschluss mit 12 V und 30 A oder die Anker Solix F3000 mit einem dreipoligen CEE-Stecker mit 230 V und 16 A besser bestückt.
Geladen wird die Bluetti Elite 400 wahlweise via AC- oder DC-Eingang. Über das Stromnetz sind bis zu 2.300 W Eingangsleistung, via XT60-Eingang für Solarpanels oder Lichtmaschinen-Ladegerät relativ überschaubare 1.000 W erzielbar. Wird beides kombiniert, sind bis zu 3.300 W möglich, sodass die Elite 400 im Idealfall sehr zügig lädt.
8 Prozent Rabatt auf Bluetti Elite 400
Brandneu und dennoch schon günstiger. Wer beim Kauf der Bluetti Elite 400 den Gutscheincode NBE400 einlöst, spart satte 8 Prozent. Das ergibt einen Rabatt von 151,92 Euro und einen aktuellen Kaufpreis für die mächtige Powerstation von nur 1.747,08 Euro.
Der Gutschein gilt auch für die verschiedenen Bundles der Elite 400, beispielsweise die Solar-Kits mit einem Solarpanel zum kostenlosen Laden des Solargenerators über das Sonnenlicht.
In der Front sitzt ein kleines Display, das über den Akkustand und die aktuellen Energieflüsse informiert. Darunter sind die gleichen drei Tasten wie in der Elite 300 zu finden, mit denen sich die Powerstation insgesamt sowie AC und DC ein- und ausschalten lassen. Neben einer USV-Funktion für die unterbrechungsfreie Stromversorgung mit unter 15 ms Umschaltzeit wartet die Bluetti Elite 400 zudem mit Bluetooth und Wi-Fi für die App-Steuerung auf.
Das Gehäuse macht einen robusten Eindruck und ist solide verabeitet. Vermisst haben wir eine LED-Leuchte, die beispielsweise beim Camping oder der nächtlichen Bedienung praktisch ist.
App: App-Steuerung via Bluetooth und WLAN
Erst kürzlich sind wir in unserem Elite 300 Test auf die für iOS und Android verfügbare Bluetti App eingegangen. Daher fassen wir uns an dieser Stelle kurz. Der Verbindungsaufbau zwischen Powerstation und App via Bluetooth und WLAN hat im Test der Bluetti Elite 400 problemlos funktioniert.
Nach der Einrichtung zeigt die App die aktuellen Energieflüsse und den Akkustand - genauso wie das Display an der Powerstation. Zusätzlich stehen eine Reihe von Basis-Einstellungen parat, beispielsweise zum Aktivieren des Power-Lifting- und des Schnelles-Laden-Modus. Zudem lassen sich Anpassungen der UPS-Funktion vornehmen, der sparsame ECO-Modus aktivieren oder Firmware-Updates (wenn verfügbar) installieren.
Einige der Optionen sind auch direkt an der Powerstation verfügbar, nachdem die AC- und DC-Taste kurz zeitgleich gedrückt wurden.
Praxis: Trolley-Funktion und Kompromisse
Wie schon bei der Elite 300 versucht sich Bluetti auch mit der Elite 400 vor allem über ein kompaktes Gerät und weniger über eine starke Ausstattung von der Konkurrenz abzuheben. Mit knapp 40 kg ist die Powerstation immer noch ein Schwergewicht, aber dennoch deutlich handlicher als viele Wettbewerber. Sie lässt sich mit etwas Kraft noch einigermaßen tragen, wobei das Rollen per Teleskopgriff deutlich angenehmer ist. Allerdings merkt man natürlich auch hier ihr Gewicht.
In der Praxis reichen die zwei AC-Steckdosen und die 2.600 W Dauerleistung, die die Elite 400 im Test unter Beweis gestellt hat, für die meisten Zwecke. Wird mehr verlangt, ist auch dies über kurze Zeit möglich. Allerdings geht der Solargenerator hier recht schnell in die Knie und bleibt damit hinter diversen Wettbewerbern zurück. Für viele Anwendungszwecke reicht die Leistung. Wer aber maximale Leistung von seiner XXL-Powerstation erwartet, ist bei anderen Modellen der 4-kWh-Klasse besser bedient. Zumal diese teils noch per Zusatzbatterien erweitert werden können, die Bluetti Elite 400 hingegen nicht.
Im Praxis-Test haben wir die Elite 400 mit dauerhaft rund 250 W AC-Entnahme leergesaugt. Hierbei hat die Powerstation insgesamt rund 3.130 Wh bereitgestellt, was knapp 82 Prozent ihrer Akkukapazität ergibt. Hier bleibt sie im Test hinsichtlich der Effizienz hinter der Elite 300 und manch anderem Wettbewerber zurück. Wird die Ausgabelast auf beispielsweise 1.800 W gesteigert, erhöht sich die Effizienz auf gute 93 Prozent. Positiv ist, dass die Elite 400 während des Testzeitraums zumeist sehr leise gearbeitet hat.
Das Laden mit bis zu 2.300 W im Schnelllade-Modus sorgt dafür, dass die Powerstation via AC-Netz in gut zwei Stunden vollständig geladen ist. Hierbei hat sie sich akustisch mit rund 40 dB angenehm zurückgehalten. Insgesamt sind knapp 4.400 Wh aus dem Netz gezogen worden, um die Powerstation von 0 auf 100 Prozent zu bringen. Damit sind solide 87 Prozent im Akku angekommen. Im Standardmodus mit maximal 1.200 W zeigte sie sich deutlich effizienter.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.






















