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Bluetti Elite 300 Test

3 kWh kompakt verpackt: Powerstation Bluetti Elite 300 im Praxis-Test

Groß und klein zugleich.

Die Bluetti Elite 300 ist für eine 3-kWh-Powerstation besonders leicht und kompakt. Aber kann sie auch mit ihren restlichen Werten überzeugen? Unser Bluetti Elite 300 Praxis-Test gibt die Antwort.
Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
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Bluetti Elite 300 Testfazit: Überzeugt vor allem beim Gewicht

Die Elite 300 von Bluetti überzeugt im Test vor allem mit ihrem Gewicht. Nur gut 26 kg ist ein echtes Leichtgewicht, das aber dennoch erst einmal getragen werden muss. Bei rein ebenerdiger Anwendung ist ein Modell mit Trolleyfunktion, beispielsweise wie das Schwergewicht Anker Solix F3000, manchmal dennoch leichter zu transportieren. Zudem muss das geringe Gewicht mit verschiedenen Kompromissen "bezahlt" werden.

In der Praxis reichen die 2.400 W dauerhaft bereitgestellte AC-Leistung für die meisten Zwecke aus. In einigen Fällen kann es aber dennoch zu wenig sein, um mehrere Geräte zeitgleich mit Strom zu versorgen. Hier bietet die nur knapp einen Kilogramm mehr wiegende Jackery Explorer 3000 v2 50 Prozent mehr Ausgangsleistung. Dazu gibt es nur zwei Steckdosen, keine Erweiterungsmöglichkeit und keine LED-Leuchte.

Für wen das geringe Gewicht bei dennoch hoher Kapazität besonders wichtig ist (beispielsweise beim Camping) und nicht allzu hohe Ansprüche an die gebotene Leistung aus nur zwei Steckdosen hat, kann mit der Bluetti Elite 300 glücklich werden. Die Jackery Explorer 3000 v2 ist allerdings eine stärkere, aber kaum mehr wiegende Alternative.

Pro

+ für 3-kWh-Powerstation sehr leicht
+ kompakte Abmessungen
+ effiziente AC-Leistungsabgabe
+ 12V/30A-DC-Anschluss
+ WLAN und Bluetooth für App-Steuerung

Contra

- nur 2 AC-Steckdosen mit 2.400 W Dauerleistung
- nicht erweiterbar
- unter Last recht laut

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Bluetti Elite 3 beträgt 2.199 Euro. Die ersten vier Wochen nach dem Verkaufsstart am 9. März gibt es sie zum Einführungspreis von 1.499 Euro. Erhältlich ist sie unter anderem direkt bei Bluetti sowie bei Amazon

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2.199,00 €
BLUETTI Elite 300 Tragbare Powerstation (2026 Neu), 3014,4 Wh LiFePO4 Batterie Backup mit 2400W AC Ausgängen (4800W Surge), Kompakte 3kWh Solargenerator für Zuhause, Camping & Wohnmobil
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Anfang März 2026 hat Bluetti die Elite 300 auf den Markt gebracht. Die neue Powerstation mit 3 kWh Kapazität positioniert sich über der Bluetti Elite 200 V2 (ca. 1.050 Euro bei Amazon), aber leistungsmäßig unter der Apex 300 (ca. 1.700 Euro bei Amazon).

Bluetti bewirbt die Elite 300 als weltweit kleinste tragbare 3-kWh-Powerstation (laut Frost & Sullivan). Was das bedeutet und ob die mobile Stromquelle in der Praxis überzeugt hat, verrät unser Bluetti Elite 300 Testbericht.

Datenblatt Bluetti Elite 300

Eigenschaft/Model Bluetti Elite 300
Kapazität 3.014,4 Wh
erweiterbar nein
Dauer-/Spitzenleistung 2.400 W / 4.800 W
Ausgänge 2xAC, 2xUSB-C, 2xUSB-A, 1xKfz 1x12V/30A-DC
Ladeleistung AC 2.300 W
Ladeleistung DC 1.200 W
Eingänge 1xAC, 1xXT60
Licht nein
App ja
Gewicht 26,3 kg
Abmessungen 36,6 × 30,5 × 29,8 cm
UVP 2.199 Euro
erhältlich bei Amazon
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8 Prozent Rabatt auf Bluetti Elite 300

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Brandneu, aber schon günstiger. Der Gutscheincode NBE300 beschert 8 Prozent Rabatt beim Kauf der neuen Bluetti Elite 300 Powerstation. Das spart satte 120 Euro und mindert den Kaufpreis auf knapp 1.379,08 Euro.

Wer sich für ein anderes Modell des Herstellers entscheidet, spart mit dem Rabattcode BLUETTINBC 5 Prozent auf alle anderen Produkte aus dem Portfolio von Bluetti.

Ausstattung: Wiegt nur 26,3 kg

Mit ihren 3.014,4 Wh Kapazität zählt die Elite 300 von Bluetti zu den größeren Powerstations auf dem Markt. Gemessen an ihrer Kapazität fällt sie mit einem Gewicht von 26,3 kg sowie Abmessungen von rund 36 x 30 x 30 cm allerdings vergleichsweise leicht und kompakt aus. 

Die AC-Ausgangsleistung beträgt 2.400 W bei 230 V, die kurzzeitig auf bis zu 4.800 W erhöht werden kann. Neben zwei Wechselstrom-Steckdosen stehen vier USB-Ports (zweimal USB-A mit 15 W, je einmal USB-C mit 100 W und 140W), eine 12V-Kfz-Steckdose (Zigarettenanzünderanschluss) mit maximal 120 W sowie ein DC-Anschluss mit 12 V und 30 A in der Front zur Verfügung.

Bluetti Elite 300 Powerstation im Test
Bluetti Elite 300 Powerstation im Test
Zwei 230V-Steckdosen
Vier USB-A/C-Ports mit bis zu 140 W unter dem Display
Weitere DC-Ausgänge und der XT60-Eingang
AC-Eingang an der Seite
Stabile Griffe zum Tragen der 26,3 kg

Vorne steckt zudem der leider nur eine XT60-Eingang, seitlich ist der AC-Ladeanschluss untergebracht. Via AC-Input sind bis zu 2.300 W möglich, über den DC-Eingang für Solarpanels oder Lichtmaschinen-Ladegerät sind es maximal 1.200 W. Werden beide Varianten kombiniert, findet neue Energie mit bis zu 2.400 W minimal schneller den Weg in die langlebigen LiFePO4-Batteriezellen. Bluetti gibt 5 Jahre Garantie und spricht von 6.000 Ladezyklen.

Ein Display in der Gerätevorderseite informiert über den aktuellen Akkustand sowie die Energieflüsse. Darunter sitzen drei etwas billig wirkende und bei Benutzung laut klackende Tasten in dem ansonsten solide verarbeiteten und robust wirkenden Gehäuse. Mit ihr lassen sich die Powerstation selbst sowie die DC- und AC-Ports ein- und ausschalten. Abgerundet wird die Ausstattung von einer USV-Funktion für die unterbrechungsfreie Notstromversorgung, was im Praxisversuch zuverlässig und reaktionsschnell funktioniert hat. Eine LED-Leuchte, beispielsweise beim Campen praktisch, gibt es nicht.

App: Powerstation mit Bluetooth und WLAN

Über die Bluetti App lässt sich die Elite 300 Powerstation auch per Smartphone und Tablet steuern. Die Verbindung erfolgt via Bluetooth oder Wi-Fi. Somit ist auch eine Steuerung außerhalb der Bluetooth-Reichweite aus der Ferne möglich, wenn ein WLAN-Netzwerk zur Verfügung steht.

Der Verbindungsaufbau hat im Test problemlos funktioniert. Anschließend lassen sich auf der Übersicht nicht nur die aktuellen Leistungswerte beim Laden und Entladen einsehen. Sondern es können auch die AC- bzw. DC-Ports ein- und ausgeschaltet werden. Dazu zeigt die App die verbleibende Akkulaufzeit bei aktueller Abgabe an.

Übersicht & Steuerung
Übersicht & Steuerung
Einstellungen (1)
Einstellungen (1)
Einstellungen (2)
Einstellungen (2)

Über die Einstellungen ist der Zugriff auf verschiedene Optionen wie den Lade-, Power-Lifting- oder Eco-Modus möglich. Dazu kommen beispielsweise eine Kindersicherung und Firmware-Updates. Wir hätten uns hier aber noch die eine oder andere Option mehr gewünscht, zum Beispiel Laden zu Nebenzeiten.

Die verschiedenen Modi sowie WLAN und Bluetooth lassen sich alternativ direkt am Gerät aktivieren und deaktivieren. Hierfür müssen zunächst die DC- und die AC-Taste für kurze Zeit zeitgleich gedrückt werden. Anschließend lässt sich durch die einzelnen Optionen durchwechseln.

Praxis: Geringes Gewicht auf Kosten der Leistung

Das wesentliche Aushängeschild der Bluetti Elite 300 ist ihr geringes Gewicht. Gut 26 kg ist für eine 3-kWh-Powerstation ein echtes Leichtgewicht. Das ist beispielsweise beim Verladen ins Auto, beim Herumtragen zuhause oder auch bei der Mitnahme im Wohnmobil ein großer Vorteil.

Die Anker Solix F3000 ist deutlich größer als die Bluetti Elite 300, aber auch stärker.
Die Anker Solix F3000 ist deutlich größer als die Bluetti Elite 300, aber auch stärker.

Auf dem Markt konkurriert die Elite 300 mit anderen 3-kWh-Powerstations wie der Anker Solix F3000 oder der Jackery Explorer 3000 v2. Die F3000 ist mit über 40 kg wesentlich schwerer, allerdings auch leistungsfähiger sowie mit Rädern und Trolleyfunktion bestückt. Die Jackery Explorer 3000 v2 wiegt knapp ein Kilogramm mehr, ist aber mit 3.600 W Dauerleistung ebenso stärker.

Zudem haben beide mit jeweils drei Stück eine AC-Steckdose mehr als Bluettis neuer Wettbewerber. Dafür bietet die Elite 300 neben der üblichen 12V-Kfz-Steckdose einen Gleichstromanschluss mit 12 V und hohen 30 A, die nicht jeder Solargenerator an Bord hat. Dieser ist beispielsweise für Camper praktisch, um bis zu 360 W ohne Wechselrichter-Betrieb bereitzustellen.

Die mit zwei Stück stark begrenzte Menge der AC-Anschlüsse ist ein Kompromiss, den man bei der Bluetti Elite 300 eingehen muss. Ein weiterer ist beispielsweise im Vergleich zur deutlich schwereren Anker Solix F3000, dass hier keine Erweiterungsmöglichkeit durch Zusatzbatterien gegeben ist. Auch eine integrierte LED-Leuchte gibt es nicht, die in der kaum schwereren Konkurrenz von Jackery ebenfalls fehlt.

Die Bluetti Elite 300 kommt mit 2.400 W AC-Leistung schneller an ihre Grenzen als diverse Kontrahenten.
Die Bluetti Elite 300 kommt mit 2.400 W AC-Leistung schneller an ihre Grenzen als diverse Kontrahenten.

Auch die dauerhafte AC-Ausgangsleistung ist geringer als bei vielen anderen 3-kWh-Powerstations. 2.400 W reicht beispielsweise für einen Föhn auf höchster Stufe bzw. das eine oder andere Elektrowerkzeug im Garten oder auf der Baustelle. Für viele Anwendungszwecke langt das, aber nicht für alle.

Bei zwei leistungshungrigen Geräten zeitgleich an den Steckdosen geht die Elite 300 doch schnell in die Knie, auch bei aktiviertem Power-Lifting-Modus. Dann stellt die Powerstation zwar bis zu 4.800 W bereit, allerdings nur kurzfristig. Zudem ist sie unter Last mit über 50 dB Lüftergeräusch (gemessen aus 1 m Entfernung) auch recht laut.

Hinsichtlich der Effizienz punktet die Bluetti Elite 300 im Test hingegen bei der AC-Abgabe. Bei geringer Last von dauerhaft gut 200 W hat die Bluetti Elite 300 von den angegebenen 3.014,4 Wh rund 2.650 Wh bereitgestellt, was eine Quote von knapp 88 Prozent ergibt. Werden 1.800 W abgerufen, steigt der Wert auf knapp über 92 Prozent. Damit präsentiert sich die Elite 300 bei der AC-Leistungsabgabe als effizient und schneidet etwas besser ab als beispielsweise die C2000 Gen 2 und die F3000 von Anker Solix.

Beim AC-Laden sind mit Standardgeschwindigkeit (1.200 W) 3.450 Wh durchs Messgerät geflossen, um den 3.014,4 Wh großen Speicher zu füllen. Somit sind gut 87 Prozent im Akku angekommen. Wird die AC-Ladeleistung aufs Maximum von gut 2.300 W erhöht, sinkt der Wert zugunsten einer kürzeren Ladedauer von deutlich unter zwei Stunden auf knapp 85 Prozent. Hier ist die Anker Solix F3000 minimal effizienter und noch schneller.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Marcus Schwarten,  9.03.2026 (Update:  9.03.2026)