
11,6 kg leichter als der Vorgänger: Powerstation Anker Solix C2000 Gen 2 im Praxis-Test
Nur 18,9 kg.
Ankers neue 2-kWh-Powerstation Solix C2000 Gen 2 präsentiert sich fast 40 Prozent leichter als ihr Vorgänger. Ob dies zu Lasten der Ausstattung und Leistung des Solargenerators geht, verrät unser Anker Solix C2000 Gen 2 Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am
Anker Solix C2000 Gen 2 Testfazit: Leichter als die Konkurrenz
Die Anker Solix C2000 Gen 2 stellt ihren fast vier Jahre alten Vorgänger F2000 (PowerHouse 767) in vielen Belangen in den Schatten. Sie zeigt sich als moderne und deutlich leichtere Powerstation mit leichten Abstrichen. Verzichten müssen Käufer unter anderem auf die Trolley-Funktion, die aufgrund des um 11,6 kg bzw. 38 Prozent auf 18,9 kg gesunkenen Gewichts samt kompakterer Abmessungen aber auch nicht mehr zwingend erforderlich ist.
Weggefallen ist auch das integrierte Licht. Dafür bietet die leichtere und kompaktere Anker Solix C2000 Gen 2 (mindestens) die gleichen Leistungswerte wie die alte F2000, ist leiser, reaktionsschneller und vielseitiger. Mit 2.400 W stellt sie ausreichend Leistung über ihre neun Ausgänge zur Verfügung, um zahlreiche Geräte im Haushalt oder beim Camping mit Energie zu versorgen.
Auf dem Markt duelliert sich die C2000 Gen 2 in der 2-kWh-Klasse beispielsweise mit der EcoFlow Delta 2 Max (Plus) oder der Bluetti Elite 200 V2, die bei vergleichbarer Ausstattung allesamt schwerer ausfallen. Insgesamt liefert die Anker Solix C2000 Gen 2 im Test eine überzeugende Leistung mit wenigen Kritikpunkten ab und ist zweifelsohne eine der attraktivsten 2-kWh-Powerstations auf dem Markt.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Anker Solix C2000 Gen 2 beträgt 1.499 Euro. Sie ist direkt beim Hersteller sowie bei Amazon erhältlich, zum Start für deutlich weniger als die UVP.
Nachdem Anker Solix erst kürzlich seine 1-kWh-Powerstation C1000 Gen 2 neu aufgelegt hatte, folgt mit der C2000 Gen 2 nun ein Zweite-Geeneration-Modell der 2-kWh-Klasse. Hierbei handelt es sich formell um den Nachfolger der Anker Solix F2000, die 2022 als Anker PowerHouse 767 gestartet war.
In den rund vier Jahren hat sich einiges getan. Mit was für Neuerungen und Verbesserungen die neue Anker Solix C2000 Gen 2 aufwartet und was sie zu bieten hat, verrät dieser Testbericht.
Datenblatt Anker Solix C2000 Gen 2 & Vergleich F2000
| Eigenschaft/Model | Anker Solix C2000 Gen 2 (2026) | Anker Solix F2000 (2022) |
| Kapazität | 2.048 Wh | 2.048 Wh |
| erweiterbar | ja (bis 4.096 Wh) | ja (bis 4.096 Wh) |
| Dauer-/Spitzenleistung | 2.400 W / 4.000 W | 2.400 W / 3.600 W |
| Ausgänge | 4xAC, 3xUSB-C, 1xUSB-A, 1xKfz | 3xAC, 3xUSB-C, 2xUSB-A, 2xKfz |
| Eingänge | 1xAC, 1xXT60i | 1xAC, 1xXT60 |
| Ladeleistung AC | 2.300 W | 2.200 W |
| Ladeleistung DC (Solar) | 800 W | 1.000 W |
| Licht | nein | ja |
| USV | ja | ja |
| App | ja | ja |
| Gewicht | 18,9 kg | 30,5 kg |
| Abmessungen | 45,9 x 25,0 x 25,7 cm | 52,5 x 25,0 x 39,5 cm |
| UVP | 1.499 Euro | 2.699 Euro |
| erhältlich bei | Amazon | n.v. |
Ausstattung: Viel leichter und etwas stärker
Bereits auf den ersten Blick ist klar: Die Anker Solix C2000 Gen 2 ist im Vergleich zur alten F2000 deutlich geschrumpft. Auch beim Anheben fällt ein gewichtiger Unterschied aus. Die neue Powerstation hat satte 11,6 kg bzw. rund 38 Prozent abgespeckt, wiegt nun mit 18,9 kg deutlich weniger als die über 30 kg schwere F2000.
Einer der Gründe ist neben leichterer Technik der Wegfall der Räder und des Teleskopgriffs. Die gibt es nun dafür in der größeren und schwereren Anker Solix F3000 (ca. 2.000 Euro bei Amazon), sind in der kompakteren C2000 Gen 2 mit unter 20 kg aber nicht mehr zwingend erforderlich.
Unverändert ist die Kapazität, die weiterhin bei 2.048 Wh liegt. Sie lässt sich auf Wunsch mit dem Erweiterungsakku Solix BP2000 Gen 2 (999 Euro bei Amazon) verdoppeln. Diese Option hat Anker Solix also bei der zweiten Generation der C2000 nicht eingespart, so wie es bei der C1000 Gen 2 (ca. 700 Euro bei Amazon) der Fall ist. Wegrationalisiert wurde hingegen die integrierte LED-Leuchte, die beispielsweise in der F2000 bei der Bedienung der Powerstation oder beim Camping praktisch war.
Dafür wartet die Solix C2000 Gen 2 neben ihrer Diät noch mit einigen weiteren Neuerungen und Verbesserungen auf. Sie stellt zwar (wie die F2000) weiterhin 2.400 W Dauerleistung bereit, kann aber nun Spitzen bis 4.000 W (statt 3.600 W) wegstecken. Die Leistungsabgabe erfolgt über die jetzt vier AC-Steckdosen, dreimal USB-C (2x bis zu 140 W), einmal USB-A (max. 12 W) sowie eine 12-V-Kfz-Steckdose mit 120 W. Dazu sind die verbauten LFP-Zellen laut Hersteller mit 4.000 Zyklen bis 80 Prozent Kapazität noch langlebiger und die USV-Funktion reagiert doppelt so schnell.
Veränderungen gibt es auch beim Laden der Anker Solix C2000 Gen 2. Dies gelingt kombiniert aus AC und DC / Solar nun mit bis zu 2.600 W. Separat sind über das Stromnetz bis zu 2.300 W und über den XT60i-Eingang bis zu 800 W möglich. Außerdem lässt sich die Powerstation per Lichtmaschinen-Ladegerät (ca. 280 Euro bei Saturn) auch während der Fahrt mit bis zu 800 W laden, beispielsweise in einem Wohnmobil.
App: Powerstation aus der Ferne bedienen
Die Anker Solic C2000 Gen 2 lässt sich nicht nur über das Gerät, sondern alternativ auch über die Anker App steuern. Diese haben wir erst kürzlich in den Test der handlichen Solix C1000 Gen 2 sowie der großen Solix F3000 genauer vorgestellt, weshalb wir uns an dieser Stelle kürzer fassen wollen.
Wie bei den anderen Powerstations des Herstellers lässt sich auch das neue 2-kWh-Modell via Bluetooth sowie optional WLAN aus der Ferne per Smartphone oder Tablet steuern. Die App informiert nicht nur über den Ladezustand, die Akkutemperatur sowie die Energieströme. Sondern sie ermöglicht auch die Fernsteuerung der einzelnen Ports.
Während wir es bei der F3000 vermisst haben, gibt es bei der C2000 Gen 2 wie bei der C1000 Gen 2 verschiedene Modi. So lässt sich einstellen, dass die Powerstation automatisch zu Zeiten laden soll, zu denen die Energiekosten im Zusammenspiel mit einem dynamischen Stromtarif besonders günstig sind. Eine direkte Anbindung gibt es aber weiterhin nicht.
Dazu kommen verschiedene Einstellungen rund um die Ladegeschwindigkeit, Lade- und Entladegrenzen, Energiesparoptionen, Displayoptionen und mehr. Ein Teil der Einstellungen ist dank des neuen Displays nun auch direkt an der Powerstation veränderbar. Zudem liefern zwei Screens detailliertere Angaben zu den aktuellen Leistungswerten.
Praxis: Deutlich handlicher als der Vorgänger
In der Praxis profitiert die Anker Solix C2000 Gen 2 vor allem von ihrem geringeren Gewicht und den kompakteren Abmessungen. Sie lässt sich mit etwas Kraft recht gut an ihren zwei Griffen links und rechts tragen. Das kommt vor allem beim Transport der Powerstation zugute, beispielsweise beim Verladen ins Auto oder beim Einsatz im Wohnmobil. Ebenerdig ließ sich der über 30 kg schwere Vorgänger Anker Solix F2000 dank zwei großer Räder und dem ausziehbaren Griff hingegen sogar etwas komfortabler bewegen.
Mit ihren 2.400 W (Spitze 4.000 W) hat die C2000 Gen 2 im Test eine Vielzahl von Geräten zuverlässig mit Energie versorgt. Positiv ist auch, dass die Powerstation im Leerlauf deutlich sparsamer geworden ist. Wer mal vergisst das gesamte Gerät oder die AC-Ports auszuschalten, verliert so nur weniger Energie.
Nicht ganz überzeugt hat uns im Test hingegen die Effizienz beim AC-Betrieb. Wie üblich haben wir auch die Anker Solix C2000 Gen 2 im Rahmen unseres Tests mit einer Dauerlast von gut 200 W leergesaugt. Hierbei konnten wir gut 1.600 Wh der 2.048 Wh Kapazität abrufen. Das ergibt eine nutzbare Energie von knapp 79 Prozent, was kein guter Wert ist. Hier hat sich beispielsweise die günstigere Aferiy P280 im Test ergiebiger gezeigt.
Aber: Je höher die AC-Leistung, desto effektiver arbeitet (genauso wie viele andere Powerstations) auch die C2000 Gen 2. Werden 1.800 W Wechselstrom aus der Powerstation gezogen, lassen sich ca. 1.850 Wh nutzen. Das sind gut 90 Prozent und ist ein beachtlicher Wert. Beim AC-Laden, das mit bis zu 2.300 W in nur gut einer Stunde erfolgen kann (je nach eingestellter Maximalleistung), wurden laut Messgerät knapp 2.350 Wh verbraucht. Somit sind gut 87 Prozent im 2.048-Wh-Akku angekommen.
Äußerst positiv ist die Anker Solix C2000 Gen 2 im Test mit ihrer nicht vorhandenen Lautstärke aufgefallen. Sie arbeitet weitestgehend lautlos und rauscht nur bei hoher Last zeitweise angenehm leise mit gut 35 dB (gemessen aus 1 m Entfernung).
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.




















