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Lenovo ThinkStation-Mod nutzt seltene Low-Profile-AMD-GPU für Gaming

Ein Bild des AMD RX7400 Grafikprozessors über einer Lenovo ThinkStation.
ⓘ ITG Gear
Die AMD RX 7400 ist eine relativ schwer zu findende GPU.
ITG Gear hat eine Lenovo ThinkStation P340 Tiny mit einer seltenen AMD Radeon RX 7400 mit 8 GB VRAM und einem i7-10700-Prozessor modifiziert. Der Build ist ein eindrucksvolles Beispiel für das Gaming-Potenzial dieser kompakten Workstation – besonders für Fans von Systemen mit kleinem Formfaktor.

Lenovos ThinkStation-Tiny-Serie fristet normalerweise ein eher unauffälliges Dasein unter Schreibtischen, wo sie Tabellenkalkulationen und einfache Webanwendungen ausführt. Doch genau diese Ein-Liter-Rechner sind längst ein Geheimtipp für alle, die leistungsstarke „Sleeper“-PCs auf kleinstem Raum bauen wollen. Ein aktuelles Projekt von ITG Gear treibt dieses Konzept auf die Spitze, indem es einen Intel Core i7-10700 mit einer besonders schwer erhältlichen Grafikkarte kombiniert, die den Charakter der P340 komplett verändert.

Das Herzstück des Builds ist zweifellos die AMD Radeon RX 7400. Während Low-Profile-Grafikkarten wie die Nvidia T1000 in der Small-Form-Factor-Szene recht verbreitet sind, ist diese AMD-Karte mit 8 GB deutlich schwerer im Handel zu finden. Der große VRAM-Vorteil gegenüber integrierten Lösungen sorgt dafür, dass die kompakte Workstation auch moderne Texturen und Spiele bewältigen kann, an denen typische Office-Hardware schnell scheitert. Da die Karte ausschließlich über den PCIe-Slot mit Strom versorgt wird, entfallen zudem aufwendiges internes Kabelmanagement oder ein Upgrade des Netzteils komplett.

Benchmarking von CyberPunk auf dem RX 7400 / Intel Core i7-10700 Setup.

Natürlich bringt es thermische Herausforderungen mit sich, eine dedizierte GPU und eine Achtkern-CPU in ein Gehäuse zu packen, das kaum größer als ein dickes Buch ist. Die P340 Tiny setzt auf ein sehr dichtes Innenlayout. Für die korrekte Positionierung der Grafikkarte im engen Innenraum ist ein spezieller PCIe-Riser erforderlich. Beim Umbau war es entscheidend, den Luftstrom zwischen dem CPU-Blower und der neuen GPU optimal zu steuern, um Thermal Throttling zu vermeiden. Das Ergebnis ist ein System, das äußerlich wie im Werkszustand wirkt, intern jedoch überraschend leistungsfähige Hardware verbirgt.

Auch die Leistungstests bestätigen das Potenzial: Moderne Spiele laufen mit respektablen Bildraten (siehe oben). Zwar kann das System nicht mit einem vollwertigen Desktop-Tower mithalten, doch das Projekt zeigt deutlich, dass ältere Office-Hardware weiterhin eine durchaus brauchbare Plattform darstellt – vorausgesetzt, man kommt an die passenden Low-Profile-Komponenten und bringt etwas Bastelbereitschaft mit.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Lenovo ThinkStation-Mod nutzt seltene Low-Profile-AMD-GPU für Gaming
Autor: Anubhav Sharma, 17.04.2026 (Update: 17.04.2026)