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Märkte: Mobile Spieler haben wenig Geduld

Unter den Asphalt gekommen: Im Vergleich zu Konsolenspielen werden mobile Games oft nur kurz angezockt (Bild: Burnout Revenge von Criterion Games)
Unter den Asphalt gekommen: Im Vergleich zu Konsolenspielen werden mobile Games oft nur kurz angezockt (Bild: Burnout Revenge von Criterion Games)
Eine neue Studie zeigt, dass die meisten mobilen Spiele nur kurz ausprobiert werden. Auch sind nur wenige Zocker bereit, In-App-Käufe zu tätigen.
Andreas Müller,

Eine Studie des App-Test-Unternehmens Swrve hat Daten von 30 verschiedenen Spielen für Tablets und Smartphones gesammelt, darunter Spiele von Activision, Epic Games, Gameloft, WB Games und ZeptoLab. Die Spielgewohnheiten von zehn Millionen Zockern über 90 Tage hinweg konnten so ausgewertet werden. Alle der geprüften Spieler haben neu zu den Spielen gefunden. Die Ergebnisse: 66 Prozent von der Zocker haben nach den ersten 24 Stunden ein Spiel kein weiteres Mal geöffnet. 19 Prozent der Spieler haben sogar insgesamt ein Spiel nur einmal geöffnet.

Dass manche Hersteller Geld für ihre Spiele-Apps verlangen, erscheint weniger überraschend, wenn man folgendes Ergebnis der Studie bedenkt: Nur 2,2 Prozent der Spieler haben Geld in Spielen ausgegeben. Der durchschnittliche Spieler hat zudem nur 45 Cent während der 90 Tage gezahlt. Die Gratis-Spiele lohnen sich wohl nur, weil 45 Cent bei vielen Millionen Spielern weltweit noch immer viel Geld ist. Mehr als die Hälfte des Geldes wurde innerhalb der ersten Woche des Spielens ausgegeben.

Mobile Spiele sind in der Regel also äußerst kurzlebig. Da verwundern ihre Nachteile im Vergleich zu den großen Konsolenspielen kaum noch: Dass dort häufig Werbung anzutreffen ist, dass es In-App-Käufe gibt und dass sie in Punkto Gameplay meist viel einfacher ausfallen. Und nicht zuletzt, dass sich die aufwändigeren Exemplare oft an großen Konsolenspielen zu orientieren scheinen. Laut dem Spieleentwickler Ben Cousins, der schon für Sony und Electronic Arts tätig war, ist es ein „Zeichen eines wahren Hits“, wenn ein Spiel nur 40 Prozent der Spieler noch am zweiten Tag halten kann. 

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Autor: Andreas Müller, 12.04.2014 (Update: 12.04.2014)