Eigentlich gingen wir davon aus, dass die Zeiten der nervenden KI-Bots der Vergangenheit angehören. Hatte Meta doch über ein Jahr lang 28 KI-Bots auf seinen Plattformen WhatsApp, dem Facebook-Messenger und Instagram losgelassen. Diese posteten eigenständig Bilder und begannen Chat-Gespräche mit realen Personen. Das Problem seinerzeit war, dass sich vermehrt Nutzer beschwerten, dass sie die Bots nicht blockieren konnten. Meta sprach von einem Bug.
Doch nun wird laut dem Business Insider, Mark Zuckerberg wieder in Sachen KI-Bots aktiv. Interne Dokumente des auf KI-Training spezialisiertem Unternehmens Alignerr beweisen, dass Meta Platforms aktuell an neuen KI-Bots arbeitet. Die KI-gestützten Chatbots sollen Nutzer*innen auf ihren Plattformen eigenständig ansprechen können. Diese Bots sollen künftig in Diensten wie dem Messenger, WhatsApp oder Instagram aktiv werden. Sie können von sich aus Gespräche beginnen, etwa indem sie auf Filme hinweisen und dazu passende Empfehlungen aussprechen.
Meta gibt erneute Testszenarien mit KI-Bots zu
Gegenüber TechCrunch bestätigte Meta, dass derzeit Funktionen getestet werden, bei denen die KI-Nachrichten an Nutzer gesendet werden. Allerdings geschieht dies nur unter bestimmten Voraussetzungen. Der Chatbot darf nur dann erneut Kontakt aufnehmen, wenn der Nutzer zuvor selbst eine Konversation gestartet hat. Zudem muss die Person innerhalb von 14 Tagen mindestens fünf Fragen an die KI gestellt haben. Erst dann ist ein weiteres Nachhaken durch den Bot erlaubt.
Meta betont, dass keine wiederholten Nachrichten versendet werden. Reagiert der Nutzer nicht auf die erste Nachfrage, bleibt es bei diesem einen Versuch. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die Kommunikation durch die KI nicht aufdringlich wirkt. Gleichzeitig zeigt der Test, dass die Bots in der Lage sind, sich Gesprächsinhalte über einen begrenzten Zeitraum zu merken. Zumindest innerhalb dieses Zeit-Fensters können Informationen aus früheren Chats wieder aufgegriffen werden.
Neben gezielter Werbung ist auch die Nutzerbindung Metas Ziel
Ein Meta-Sprecher erklärte, dass diese Funktion dazu beitragen soll, interessantere Themen zu entdecken. Nutzer*innen sollen sich auf diese Weise stärker in Gespräche mit der KI einbringen. Das langfristige Ziel scheint klar zu sein. Meta möchte die Nutzerbindung erhöhen. Wer länger auf den Plattformen bleibt, sieht auch mehr Werbung. Das stärkt das Geschäftsmodell des Unternehmens.
Ob Meta jedoch plant, die KI-Chatbots selbst zu monetarisieren, bleibt offen. Die Frage, ob gesponserte Inhalte oder bezahlte Antworten Teil der Strategie sind, wollte das Unternehmen nicht beantworten. Ebenso unklar ist, ob diese Art von Chatbots künftig auch in Metas Virtual-Reality-Welt „Horizon Worlds“ zum Einsatz kommen werden.
Quelle(n)
Business Insider (Paywall), via TechCrunch









