Einplatinenrechner könnten von der grundsätzlichen Anlage her sehr stark von einer NPU profitieren: So ist es damit insbesondere möglich, Sensordaten auch unter Nutzung von neuronalen Netzwerken auszuwerten. Denkbar ist etwa die Erkennung von Mustern in zeitlich aufgelösten Daten, aber auch etwa die Bilderkennung. Beim Raspberry Pi AI HAT+ 2 handelt es sich um eine neue Erweiterungsplatine, welche die KI-Rechenleistung des Raspberry Pi 5 (im Preisvergleich) ganz erheblich steigern soll - und zwar um bis zu 40 TOPS (INT4). Dabei kommt eine nicht ganz unbekannte NPU zum Einsatz, konkret die Hailo-10H. Diese bringt gleich einen Arbeitsspeicher mit, welcher acht Gigabyte groß ist. Damit beeinflusst die Nutzung von KI-Modellen die Leistung des eigentlichen Einplatinenrechners im Optimalfall nicht oder nur wenig.
Die Installation der Erweiterungsplatine ist denkbar einfach und wie von einem HAT gewohnt. So wird die Platine mit Schrauben auf dem Raspberry Pi 5 befestigt, die elektrische Verbindung beziehungsweise die Datenübertragung erfolgen über die GPIO-Stiftleiste und über eine PCIe-Verbindung - ältere Raspberry Pi-Versionen bringen keinen PCIe-Anschluss mit, die Kompatibilität würde schon an dieser Stelle scheitern.
Geworben wird mit einer starken Kompatibilität und einfacher Nutzbarkeit, wie dies für eine offizielle Erweiterungsplatine aber auch erwartbar ist. So wird der Raspberry Pi AI HAT+ 2 nativ von beziehungsweise mit dem aktuellen Raspberry Pi OS-Betriebssystem erkannt und kann dann zur Beschleunigung von KI-Anwendungen genutzt werden. Beispielsweise bei BerryBase ist die Platine für einen Preis von aktuell 139 Euro erhältlich.














