Mercedes EQS 2026 mit 800 Volt und bis zu 926 km – Technik-Update gegen das alte Imageproblem

Mercedes spendiert dem EQS zum zweiten Mal seit 2021 eine größere Modellpflege. Offiziell spricht der Hersteller von einem intelligenteren, luxuriöseren und nochmals effizienteren Elektro-Flaggschiff. Hintergrund dürfte auch sein, dass der EQS trotz seiner Technik bislang nicht die erhoffte Marktresonanz erzielt hat und Mercedes das Modell mit der Überarbeitung nun attraktiver machen will.
Anders als man erwarten könnte, geht es dabei aber vor allem um die Technik. Abgesehen von einer überarbeiteten Front und einigen Details bleibt das bisherige Design weitgehend erhalten. Um einen vollständigen Plattformwechsel scheint es sich dabei nicht zu handeln. Mercedes präsentiert den neuen EQS als Modellpflege, weshalb es wahrscheinlich ist, dass weiterhin die EVA2-Plattform zum Einsatz kommt.
800 Volt, 926 Kilometer Reichweite
Der EQS erhält ein 800-Volt-System, neue intern entwickelte Antriebseinheiten, ein Zweigang-Getriebe an der Hinterachse, größere Batterien sowie das Betriebssystem MB.OS. Beim EQS 450+ verspricht Mercedes nun bis zu 926 Kilometer WLTP-Reichweite. Laut Hersteller soll man damit von München bis nach Paris oder von Zürich bis nach Hamburg kommen – ohne Ladestopp. Dass diese Werte auch in der Praxis erreicht werden, ist aber eher unwahrscheinlich.
Auch beim Laden soll der EQS spürbar zulegen. An Schnellladern sind künftig bis zu 350 kW möglich, womit sich in 10 Minuten bis zu 320 Kilometer WLTP-Reichweite nachladen lassen sollen. An 400-Volt-Säulen lädt das System laut Mercedes ebenfalls schneller, indem die Batterie virtuell in zwei Hälften geteilt wird, sodass jede Seite mit bis zu 175 kW versorgt werden kann. Für die meisten Varianten wächst der Akku zudem auf 122 kWh, während das neue Einstiegsmodell EQS 400 mit 112 kWh startet.
Preislich startet der neue EQS in Deutschland laut den genannten Berichten bei 94.403 Euro für den EQS 400. Der EQS 450+ liegt bei 108.635 Euro, der EQS 500 4Matic bei 123.284 Euro und der EQS 580 4Matic bei 134.732 Euro. Der EQS bewegt sich also weiterhin im Luxussegment.
Design weitgehend unverändert
Optisch bleibt die Modellpflege überschaubar. Neu sind unter anderem Powerdomes auf der Fronthaube, eine überarbeitete Front mit beleuchtetem Stern je nach Variante und kleine Änderungen am Heck. Hier könnte aber für viele der Knackpunkt liegen: Der EQS gilt seit seinem Debüt zwar als aerodynamisch und effizient, wurde wegen seiner rundlichen Form aber oft nicht als überzeugendes elektrisches Pendant zur S-Klasse wahrgenommen.
Viele mochten schlicht das Design nicht, weshalb die Elektro-Limousine bislang hinter den Erwartungen zurückblieb. Mit Blick auf die ersten Community-Reaktionen bestätigt sich das. Auf Reddit lobt man zwar die technischen Verbesserungen, reagiert aber überwiegend spöttisch auf das Design. Ob sich der neue EQS über seine technischen Verbesserungen besser am Markt positionieren können wird, bleibt abzuwarten.











