Meta Muse Image: So schützt du deine Instagram-Fotos vor der KI

Meta hat am 7. Juli seinen neuen KI-Bildgenerator Muse Image offiziell vorgestellt. Entwickelt haben ihn die Meta Superintelligence Labs, intern lief das Projekt unter dem Namen Mango. Nutzen lässt sich das Werkzeug kostenlos über die Meta-AI-App, in den Instagram Stories und in WhatsApp. Wer viel generiert, stößt irgendwann an ein Limit und braucht dann ein kostenpflichtiges Meta-Abo.
Was Muse Image kann
Muse Image erzeugt Bilder aus Textbeschreibungen und lässt sich auch zum Nachbearbeiten vorhandener Fotos einsetzen. Meta nennt als Beispiele, einen Bildstörer aus dem Hintergrund zu entfernen, sich selbst vor ein bekanntes Wahrzeichen zu setzen oder einen funktionierenden QR-Code zu bauen. Wer keine eigene Idee hat, bekommt vorgefertigte Prompts als Vorlage. Eine weitere Funktion zielt auf den Facebook Marketplace: Ein gebrauchtes Möbelstück lässt sich virtuell schon mal ins eigene Wohnzimmer stellen. Für Instagram Stories kommen neue KI-Effekte und Filter dazu.
Der heikle Teil: fremde Instagram-Fotos
Aufsehen erregt eine andere Funktion. Ist ein Instagram-Profil öffentlich, kann jeder andere Nutzer dessen Fotos per @-Erwähnung in die Meta-AI-App holen und zu neuen KI-Bildern verarbeiten. In Metas eigenen Worten reicht ein getaggter Nutzername, damit Meta AI öffentliche Fotos zu einem fertigen Bild zusammenbaut. Metas Richtlinie sagt dazu klar, dass andere mit deinen Instagram-Inhalten über die KI-Funktionen Inhalte erstellen können und dass du darüber nicht benachrichtigt wirst. Öffentlich gemacht hat das Ausmaß zuerst The Verge, danach folgte breite Kritik. Ein Nutzer auf X nannte es eine Datenschutz-Zeitbombe, echte Menschen ohne Einwilligung in generierte Fotos zu ziehen. Dass KI-Inhalte die Plattform fluten, ist auf Instagram längst ein Thema.
So schaltest du die KI-Nutzung ab
Wichtig: Für öffentliche Profile ist die Freigabe standardmäßig aktiv, du musst sie selbst abstellen. In den Instagram-Einstellungen gibt es einen Bereich zum Teilen und Weiterverwenden deiner Inhalte. Dort schaltest du die Erlaubnis, dass andere deine Beiträge und Reels auf Instagram und mit den KI-Funktionen von Meta verwenden dürfen, für Beiträge und Reels aus. Die genauen Schritte erklärt Meta auf einer eigenen Hilfeseite. Zwei Einschränkungen bleiben. Bereits erzeugte KI-Bilder werden nicht gelöscht, das Abschalten wirkt nur nach vorn. Und die Funktion rollt noch aus, der Schalter taucht also nicht bei jedem sofort auf. Private Profile sind von Muse Image ohnehin ausgenommen.
Meta will Muse Image demnächst auch auf Facebook und Messenger bringen, Werbetreibende und Agenturen sollen in den kommenden Wochen folgen. Ein KI-Videogenerator namens Muse Video ist bereits in Arbeit. Beim Datenschutz bleibt ein Beigeschmack: Meta zahlte 2019 eine damalige Rekordstrafe von fünf Milliarden US-Dollar an die FTC wegen des Cambridge-Analytica-Skandals und schaltete 2021 die Gesichtserkennung von Facebook ab.





