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Meta sichert sich 6,6 GW Strom aus Atomkraft - Mehr als Berlins Spitzenlast

Meta setzt auf Atomenergie (Symbolbild Nano Banana Pro)
Meta setzt auf Atomenergie (Symbolbild Nano Banana Pro)
Um den Stromhunger seiner Rechenzentren zu stillen, setzt Meta nun auf Kernenergie. In Zusammenarbeit mit Vistra sowie den Start-ups Oklo und TerraPower plant der Konzern den Zugriff auf bis zu 6,6 GW Leistung.

Dass KI eine Menge Energie benötigt, ist wohl unbestritten. Meta, der Mutterkonzern von Facebook, Whatsapp und Instagram, ist selbst seit Jahren im KI-Geschäft tätig. Um den Energiebedarf der Rechenzentren für KI zu decken, hat der Konzern nun eine Kolaborationsvereinbarung mit gleich drei Atomkraftexperten in den USA geschlossen. Insgesamt sollen bis 2035 bis zu 6,6 GW an Leistung für Meta bereitstehen. Beteiligt an dem Deal sind die Vistra, TerraPower und Oklo. 

TerraPower dürfte Branchenkennern ein Begriff sein. Das von Bill Gates gegründete Technologie- und Forschungsunternehmen will Natrium-Salz-Reaktoren bauen. Meta will zwei der Reaktoren finanzieren und hält sich Optionen auf sechs weitere Einheiten offen. Insgesamt könnten so bis 2035 eine Gesamtleistung von 3 Gigawatt bereitstehen.

Parallel dazu plant Meta mit Oklo den Aufbau eines Campus für fortschrittliche Kernenergie im Pike County in Ohio. Dieses Projekt setzt auf sogenannte Aurora-Powerhouse-Reaktoren, die bereits ab 2030 bis zu 1,2 Gigawatt Grundlaststrom direkt in das regionale Netz einspeisen könnten. Oklo plant dabei eine Art von schnellem Brüterreaktor, der sowohl mit frischem als auch mit wiederaufbereitetem Brennstoff betrieben werden kann.

Vistra ist ein klassischer Kernkraftwerksbetreiber in den USA. Meta möchte hier vor allem die Laufzeiten und Leistungsabgabe bestehender Kernkraftwerke verlängern. Zudem soll durch technische Updates eine zusätzliche Kapazität von 433 Megawatt geschaffen werden. Auch die soll bereits ab den frühen 2030er Jahren verfügbar sein.

All diese Projekte zielen darauf ab, den enormen Stromhunger moderner KI-Rechenzentren zu stillen, ohne dadurch die öffentlichen Netze zu stark zu belasten. Meta selbst gibt an, dass diese Projekte die allgemeine Versorgungssicherheit erhöhen würden. 

Betrachtet man einmal nüchtern die Zahlen, dann ist die Leistungsaufnahme von Metas Servern erschreckend. Ganz Berlin benötigt zu Spitzenlastzeiten gerade einmal 2 Gigawatt an elektrischer Leistung. Für das Jahr 2035 plant die Stadt mit einer Steigerung auf 4,5 Gigawatt. Aktuell leben rund 3,9 Millionen Menschen in der Hauptstadt. 

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Meta sichert sich 6,6 GW Strom aus Atomkraft - Mehr als Berlins Spitzenlast
Autor: Marc Herter,  9.01.2026 (Update:  9.01.2026)