Ein deutliches Signal aus Washington: Drei US-Senatoren haben Apple und Google aufgefordert, die Apps „X (ehemals Twitter)“ und „Grok“ aus ihren jeweiligen App-Stores zu entfernen. Der Brief, datiert vom 9. Januar 2026, adressiert an Tim Cook (Apple-CEO) und Sundar Pichai (Google- und Alphabet-CEO), äußert ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Nutzung von Grok, dem KI-Tool innerhalb der X-App, zur Erstellung nicht einvernehmlicher, sexualisierter Bilder von Frauen und Kindern.
Die Senatoren Ron Wyden (Oregon), Ben Ray Luján (New Mexico) und Edward J. Markey (Massachusetts) argumentieren, dass die generierten Inhalte gegen die Nutzungsbedingungen beider App-Stores verstoßen und eine klare Missachtung der Richtlinien darstellen. Berichten zufolge werden mit Grok nicht nur Bilder von Privatpersonen manipuliert und sexualisierte Szenarien dargestellt, sondern es existiert auch ein Archiv mit potenziell illegalen Inhalten, darunter Darstellungen von Kindesmissbrauch. Die Senatoren weisen zudem darauf hin, dass X-CEO Elon Musk diese Entwicklung offenbar durch Reaktionen auf Social Media unterstützt zu haben scheint.
Die Forderung der Politiker basiert auf den bereits bestehenden Richtlinien von Apple und Google, die explizit Inhalte verbieten, die zur Ausbeutung oder Misshandlung von Kindern beitragen könnten. Apples Nutzungsbedingungen verbieten sogar Inhalte mit Kindern, die als „offensive“ oder „just plain creepy“ eingestuft werden können. Die Senatoren betonen, dass ein Ignorieren dieser Verstöße die Glaubwürdigkeit der App-Store-Moderationspraktiken untergraben würde und die Argumentation Apples und Googles gegen regulatorische Eingriffe in den App-Store-Betrieb schwächen könnte.
Als Vergleich wird auf frühere Entscheidungen beider Unternehmen hingewiesen, bei denen Apps wie ICEBlock und Red Dot entfernt wurden, obwohl diese keine illegalen Inhalte enthielten, sondern lediglich Informationen über die Aktivitäten von US-Behörden im Bereich der Einwanderungsdurchsetzung bereitstellten. Die Senatoren argumentieren, dass eine vergleichbare Reaktionsgeschwindigkeit angesichts der Schwere der Vorwürfe gegen X und Grok geboten sei. Mindestens eine vorübergehende Entfernung der App bis zur Untersuchung der Sachlage sei geboten. Apple und Google wurden aufgefordert, bis zum 23. Januar 2026 schriftlich Stellung zu ihrer Bewertung der Situation zu nehmen.


















