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Epic-CEO attackiert Apples „Strafgebühren“: Fortnite kehrt trotz neuer Regeln nicht auf iOS in Japan zurück

Epic-CEO attackiert Apples „Strafgebühren“: Fortnite kehrt trotz neuer Regeln nicht auf iOS in Japan zurück
Banner mit der Forderung, Fortnite von den angeblich drakonischen Richtlinien für den App Store von Apple zu befreien (Bildquelle: Epic-CEO Tim Sweeney auf X)
Epic Games hat bestätigt, dass „Fortnite” auf iOS-Geräten in Japan weiterhin gesperrt bleibt. Das Unternehmen wirft Apple vor, das neue Gesetz für Wettbewerb bei mobiler Software (Mobile Software Competition Act) zu unterlaufen, obwohl alternative App-Stores offiziell zugelassen wurden. CEO Tim Sweeney behauptet, Apple sichere seine Stellung als Marktführer durch hohe „Strafgebühren“, strenge Meldepflichten und abschreckende Sicherheitswarnungen. Apple hingegen verteidigt seine Richtlinien als notwendige Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre und der Sicherheit der Nutzer sowie zur Instandhaltung der Plattform.

Epic Games hat schlechte Nachrichten bezüglich der iOS-Version von Fortnite in Japan verkündet. Der beliebte Battle-Royale-Titel wird vorerst nicht auf iOS-Geräten oder im japanischen App Store verfügbar sein. Hintergrund ist das neue japanische Gesetz für Wettbewerb bei mobiler Software (Mobile Software Competition Act), das Apple eigentlich dazu verpflichtet, alternative App-Stores auf iPhones zuzulassen, um den Wettbewerb zu fördern.

Epic-CEO Tim Sweeney greift Apple auf X scharf an und bezeichnet das Vorgehen des Unternehmens als „eine weitere Farce aus Blockade und Gesetzesbruch, die einen groben Mangel an Respekt gegenüber der Regierung und dem Volk von Japan darstellt“. Apple und Epic Games liegen bereits seit Jahren im Clinch. Auslöser war die Weigerung von Epic, Apples 30-prozentige Beteiligung an In-App-Käufen zu akzeptieren.

Infolgedessen entfernte Apple Fortnite im Jahr 2020 aus dem App Store. Zwar kehrte Fortnite in der EU über Drittanbieter-Stores und in den USA nach Gerichtserfolgen in den offiziellen App Store zurück, doch die Hoffnung auf ein Comeback in Japan hat nun einen herben Dämpfer erhalten.

Apple hat iOS zwar auf dem Papier für konkurrierende App-Stores geöffnet, allerdings nur für iPhones, nicht für iPads. Zudem weist Sweeney darauf hin, dass Apple eine „wettbewerbsfeindliche Wuchergebühr von 21 % auf Zahlungen über Drittanbieter und 15 % auf Käufe im Web“ erhebt. Aus Epics Sicht verstoßen diese Gebühren gegen bestehende Urteile, die Apple bereits in den USA verloren hat.

Die Situation verschärft sich laut Epic dadurch, dass Apple zusätzlich eine Beteiligung von 5 % an allen Apps verlangt, die über konkurrierende Stores verkauft werden. Darüber hinaus müssen Entwickler eine verpflichtende „Reporting API“ nutzen, die jede Transaktion überwacht und an Apple zurückmeldet.

Zusätzlich würden Nutzer mit Warnhinweisen abgeschreckt, sobald sie versuchen, alternative Stores zu nutzen. Sweeney sieht darin einen Versuch, Angst um Privatsphäre und Sicherheit zu schüren. Sweeney kündigte an, den Kampf vor die japanische Wettbewerbsbehörde (Fair Trade Commission) zu tragen:

Offensichtlich wird kein echter Wettbewerb stattfinden und die Verbraucher werden nicht profitieren, solange Apple seine Position zwischen Nutzern und Wettbewerbern missbraucht, um ehrliche Geschäfte zu behindern. 

Apple hingegen verteidigt diese Maßnahmen als notwendigen Schutz für die Privatsphäre der Nutzer und die Sicherheit von Kindern. Die erhobenen Gebühren würden lediglich die Kosten für die Bereitstellung der Zahlungstechnologien decken.

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Autor: Rahim Amir Noorali, 20.12.2025 (Update: 20.12.2025)