Microsoft Teams: Copilot und Facilitator im Meeting abschalten

Microsoft gibt in Teams-Meetings die Kontrolle über die künstliche Intelligenz zurück an die Nutzer. Ein neuer Schalter direkt in der Meeting-Leiste lässt lizenzierte Organisatoren und Referenten die Meeting-KI, bei Microsoft Meeting AI genannt, im laufenden Gespräch an- und ausschalten. Betroffen sind der Assistent Copilot, die mitdenkende KI Facilitator und der automatische Recap. Auslöser war der Ärger über den Facilitator, der Meetings mithört und ungefragt Vorschläge einwirft.
Was der neue Schalter kann
Der Schalter taucht in der Symbolleiste des Meetings auf, sobald die KI per Unternehmensrichtlinie überhaupt erlaubt ist. Ein Statushinweis zeigt allen Teilnehmern, ob die KI gerade aktiv ist. Steuern lässt sich das flexibel: alles an, alles aus oder einzeln nur Copilot und Recap deaktivieren und den Facilitator behalten. Ist die KI aus, erzeugt Teams keine Copilot-Antworten, keine Facilitator-Hinweise und keine Notizen mehr. Bereits erstellte Inhalte bleiben erhalten und unterliegen den normalen Aufbewahrungsregeln. Die Einstellung greift jeweils für ein neues Meeting.
Der Haken mit der Transkription
Ein Detail ist wichtig, wenn es wirklich um Datenschutz geht. KI und Transkription hängen zusammen. Schaltet jemand die KI ein, startet automatisch auch die Transkription samt Recap. Andersherum gilt dasselbe. Wer die Transkription startet, aktiviert damit die KI und den Recap gleich mit. Ein Meeting bleibt also nur dann wirklich KI-frei, wenn beides aus bleibt. Die KI abzuschalten und die Transkription weiterlaufen zu lassen, reicht nicht.
Wer ihn bekommt und ab wann
Die Funktion ist offiziell und in der Microsoft-365-Roadmap unter der Kennung 558286 hinterlegt. Sie kommt aber nicht für jeden Teams-Nutzer. Vorausgesetzt wird eine Lizenz für Teams Premium oder Microsoft 365 Copilot, und bedienen dürfen den Schalter nur Organisatoren und Referenten. Der ursprünglich für Juni geplante Start wurde verschoben. Aktuell läuft der Rollout: Die ersten Konten erhalten den Schalter Mitte Juli, die breite weltweite Verfügbarkeit ist bis Ende Juli 2026 vorgesehen. Nutzbar ist er auf Windows, Mac, im Web sowie unter Android und iOS. Für sensible Runden lohnt der Blick auf beide Schalter, KI und Transkription, bevor das Gespräch startet.





