Minisforum AI X1 Pro: Einfaches RAM-Upgrade sorgt für spürbar mehr Leistung und entfesselt die Radeon 890M
Minisforum AI X1 Pro mit RAM-Upgrade deutlich schneller
Mehr Arbeitsspeicher kann die Leistung moderner Mini-PCs deutlich verbessern – besonders dann, wenn ein System von Single- auf Dual-Channel-Betrieb umgestellt wird. Davon profitieren nicht nur Grafikleistung und Multitasking, sondern auch die allgemeine Systemgeschwindigkeit. Welche Auswirkungen ein zweites RAM-Modul konkret auf die Performance des Minisforum AI X1 Pro hat, zeigt der folgende Überblick.
Arbeitsspeicher bleibt auch 2026 ein wichtiger Kostenfaktor beim Kauf oder Aufrüsten moderner PCs und Mini-PCs. Vor allem schnelle DDR5-Module sind im Vergleich zu früheren Speicherstandards weiterhin vergleichsweise teuer, weshalb viele Systeme häufig nur mit einem einzelnen RAM-Modul ausgeliefert oder zunächst in kleinerer Konfiguration genutzt werden. Gerade bei kompakten Geräten mit leistungsstarker integrierter Grafik kann dies jedoch spürbare negative Auswirkungen auf die Gesamtperformance haben.
Moderne Prozessoren setzen zunehmend auf hohe Speicherbandbreiten, um CPU und integrierte GPU effizient versorgen zu können. Arbeitet ein System lediglich im Single-Channel-Modus, steht nur ein Teil der möglichen Bandbreite zur Verfügung. Erst mit einem zweiten Speichermodul wird der schnellere Dual-Channel-Betrieb aktiviert. Davon profitieren vor allem integrierte Grafikeinheiten, die keinen eigenen Videospeicher besitzen und direkt auf den Arbeitsspeicher zugreifen. Gleichzeitig kann sich auch die allgemeine Systemleistung verbessern, etwa bei Multitasking, Produktivanwendungen oder rechenintensiven Aufgaben. Besonders bei leistungsstarken Mini-PCs zeigt sich daher schnell, wie wichtig die richtige RAM-Konfiguration für die tatsächliche Performance ist. Am Beispiel des kürzlich getesteten Minisforum AI X1 Pro zeigen wir, welchen Einfluss ein zweites RAM-Modul auf die Gesamtleistung des Systems haben kann.
MINIS FORUM AI Mini PC X1 Pro, AMD Ryzen AI 9 HX470 (12 Kerne/24 Threads, bis zu 5,2 GHz) und AMD Radeon 890M, 32 GB DDR5 Max 128GB, 1 TB PCIe 4.0 SSD, HDMI/DP/USB4x2, 2xLAN 2.5G/WiFi 7/BT 5.4/Oculink
Minisforum AI X1 Pro
Minisforum AI X1 Pro - Blick ins Innere
Minisforum AI X1 Pro - Lieferumfang
Minisforum AI X1 Pro - Anschlüsse an der Vorderseite
Minisforum AI X1 Pro - Anschlüsse an der Rückseite
CPU und Systemleistung
Der Minisforum AI X1 Pro gewinnt durch den Einbau eines zweiten RAM-Moduls spürbar an Leistung. Erst mit zwei identischen Speichermodulen arbeitet das System im schnellen Dual-Channel-Modus, wodurch sich die verfügbare Speicherbandbreite deutlich erhöht. Vor allem die integrierte Grafikeinheit profitiert davon deutlich, während auch der AMD Ryzen AI 9 HX 470 selbst einen kleinen Leistungszuwachs verzeichnet. Moderne Ryzen-CPUs sind stark von einer schnellen Speicheranbindung abhängig, da Daten schneller zwischen Arbeitsspeicher und Prozessor übertragen werden können. In der Praxis führt das zu kürzeren Ladezeiten, flüssigerem Multitasking und einer insgesamt höheren Systemreaktion. Besonders bei rechenintensiven Anwendungen kann die CPU-Leistung je nach Software um etwa 5 bis 15 Prozent steigen. Der AI X1 Pro erreicht seine maximale Performance daher erst mit einer Dual-Channel-RAM-Konfiguration, wie man anhand unserer Vergleichswerte erkennen kann.
Die integrierte AMD Radeon 890M im Minisforum AI X1 Pro profitiert enorm von einem zweiten RAM-Modul. Erst mit zwei installierten DDR5-Speichermodulen steht der iGPU die volle Speicherbandbreite zur Verfügung. Da integrierte Grafikeinheiten keinen eigenen Videospeicher besitzen und stattdessen auf den Arbeitsspeicher zugreifen, wirkt sich die höhere Bandbreite direkt auf die Grafikleistung aus. Spiele laufen flüssiger, Frametimes verbessern sich und auch grafikbeschleunigte Anwendungen reagieren spürbar schneller. Je nach Titel und Auflösung sind Leistungssteigerungen von bis über 100 Prozent möglich.
Sebastian Bade - Senior Tech Writer - 792 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2012
Schon von klein auf interessierte ich mich für Technik und konnte dann auch den Wunschberuf „IT-Systemelektroniker“ erlernen. Im Anschluss begann meine 12-jährige Bundeswehrzeit, in der ich sehr viel dazugelernt habe und mein Wissen ständig auf dem neuesten Stand der Technik gehalten habe. Da ich dieses gerne teilen möchte, bietet Notebookcheck eine sehr gute Möglichkeit, es der breiten Masse anzubieten. Des Weiteren beschäftige ich mich viel mit Wasserkühlungen und Netzwerksicherheit.