
Mit Starthilfe-Funktion: Powerstation Vtoman Jump 2200 im Praxis-Test
Springt sie den Wettbewerbern davon?
Eine Powerstation, die auch Fahrzeuge überbrücken kann? Genau das verspricht die Vtoman Jump 2200. Was die 1,5-kWh-Powerstations bietet, verrät unser Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am
Vtoman Jump 2200 Testfazit: Preiswert, aber mit diversen Schwächen
Die Vtoman Jump 2200 Powerstation hat im Test eine Reihe von Schwächen offenbart. Am meisten gestört hat uns das sehr langsame Laden über das Stromnetz sowie die extrem laute Geräuschkulisse. Hier ist sie nicht wettbewerbsfähig. Positiv aufgefallen sind, neben dem günstigen Marktpreis, die Vielzahl von Anschlüssen und die solide Effizienz.
Praktisch scheint auch die Möglichkeit zur Überbrückung eines Fahrzeuges. Leider liegt das hierfür erforderliche Zubehör nicht im Lieferumfang bei, sondern muss separat erworben werden. Somit konnten wir dies im Test leider nicht überprüfen. Hier verpasst die Jump 2200 die Chance, sich in einem von der Konkurrenz abzuheben.
Für die unverbindliche Preisempfehlung von 1.399 Euro liefert die Vtoman Jump 2200 im Test eine enttäuschende Leistung ab. Allerdings liegt der Marktpreis aktuell bei lediglich rund 550 Euro, was den Kauf attraktiver macht. Wer nur für den gelegentlichen Notstrom-Einsatz eine mobile Energiequelle sucht und mit den Schwächen leben kann, der findet hier - gemessen an der Kapazität von 1,5 kWh - eine recht preisgünstige Lösung. Bei regelmäßigem Einsatz überwiegen unserer Meinung nach aber eindeutig die Kritikpunkte.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung der Vtoman Jump 2200 beträgt 1.399 Euro. Im Handel ist sie aber zumeist für deutlich weniger erhältlich, z. B. bei Amazon.
Vtoman ist im Vergleich zu Anker Solix, Bluetti oder EcoFlow einer der unbekannteren Hersteller von Powerstations. Mit der Jump 2200 bietet man aber ein auf dem Papier spannendes Modell, das unter anderem zum Überbrücken von Fahrzeugen genutzt werden kann. Was die Powerstation noch alles kann und wie gut sie sich in der Praxis präsentiert, verrät unser Vtoman Jump 2200 Test.
Datenblatt Vtoman Jump 2200
| Eigenschaft/Model | Vtoman Jump 2200 |
| Kapazität | 1.548 Wh |
| erweiterbar | ja (3.096 Wh) |
| Dauer-/Spitzenleistung | 2.200 W / 4.400 W |
| Ausgänge | 3xAC, 2xUSB-C, 4xUSB-A, 1xKfz, 2xDC5521 |
| Eingänge | 2xDC |
| Ladeleistung AC | 400 W |
| Ladeleistung DC (Solar) | 400 W |
| Licht | ja |
| USV | nein |
| App | nein |
| Gewicht | 17,5 kg |
| Abmessungen | 36 x 27 x 28 cm |
| UVP | 1.399 Euro |
| erhältlich bei | Amazon |
Ausstattung: Mit Anschluss zum Überbrücken von Autos, aber...
Auf den ersten Blick kommt die Vtoman Jump 2200 wie eine klassische Powerstation daher. Im Vergleich zu Wettbewerbern bekannterer Hersteller wie Anker Solix oder Bluetti gibt es aber schon ein paar Unterschiede im Detail. Da wäre zum einen der massive Tragegriff, der sich hier mittig über dem Gerät aufspannt. Dies verhindert das Ablegen von größeren Dingen auf der Powerstation, ist aber ganz praktisch um aufgewickelte Kabel darunter zu klemmen. Letztendlich lässt sich die rund 17,5 kg wiegende Powerstation damit solide anheben.
Stichwort Gewicht: Mit ihrer Kapazität von 1.548 Wh, womit die Jump 2200 zur Klasse der 1,5-kWh-Powerstations zählt, ist sie sogar schwerer als die Anker Solix C2000 Gen 2 (ca. 1.100 Euro bei Amazon). Die bietet mit 2.048 Wh sogar rund 25 Prozent mehr Kapazität, ist laut UVP aber kaum teurer. Beim Marktpreis gibt es hingegen schon einen deutlichen Unterschied. Wem die Kapazität nicht langt, kann die Jump 2200 per Erweiterungsbatterie (389 Euro bei Amazon) auf 3.096 Wh verdoppeln. Unpraktisch: Powerstation und Zusatzakku lassen sich nicht aufstapeln, da auch die Batterie oben den gleichen Tragegriff hat.
Auf Augenhöhe ist die Jump 2200 bei der Leistungsabgabe. Sie stellt 2.200 W AC-Leistung bereit, in der Spitze sogar kurzzeitig 4.400 W. Wie gut das in der Praxis funktioniert, schildern wir weiter unten im Testbericht. Positiv zu erwähnen ist zudem die Menge an Anschlüssen. Neben drei 230-V-Steckdosen sind zweimal USB-C mit bis zu 100 W, viermal USB-A mit 12 W, eine 12-V-Auto-Steckdose sowie zwei DC5521-Ausgänge mit jeweils 120 W verbaut, insgesamt also zwölf Stück.
Zudem gibt es auch einen Anschluss zum Überbrücken von Fahrzeugen (EC5-Port). Leider ist das hierfür erforderliche Kabel bei unserem Testgerät nicht im Lieferumfang enthalten gewesen, womit die Jump 2200 ein Alleinstellungsmerkmal verpasst. Mitgeliefert werden hingegen ein externes und recht klobiges Ladegerät, ein Kfz-Ladekabel sowie zwei USB-Kabel (USB-C auf USB-C, USB-C auf USB-A). Verpackt sind diese in einer kleinen Stofftasche, was praktisch für den Transport und die Aufbewahrung ist.
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App & Bedienung: Keine App, aber großes LED-Licht
Auch wenn es eine App von Vtoman im App Store gibt, unterstützt die Jump 2200 keine App-Konnektivität. Somit entfällt die bei vielen Herstellern und Modellen übliche Steuerung via Smartphone, was schade ist. Gerade beim Camping in einem Wohnmobil oder Wohnwagen, aber auch in anderen Lebenslagen kann dies praktisch sein.
So bleibt es bei der Bedienung über das Gerät selbst. Über den einzelnen Portbereichen wie den drei Steckdosen sind kleine, gelbe Tasten zu finden, mit denen diese ein- und ausgeschaltet werden. Der kleine Bildschirm der Vtoman Jump 2200 zeigt neben dem Akkustand und der Lastabgabe auch recht exakt die Restlaufzeit an, was nicht jeder Powerstation so gut gelingt und für das BMS (Batteriemanagementsystem) spricht.
Positiv und leider längst nicht bei jeder Powerstation an Bord ist die integrierte LED-Leuchte. Diese lässt sich ebenfalls über eine kleine Taste bedienen und so zwischen fünf verschiedenen Modi (drei Helligkeitsstufen, zwei Blink-Modi) wechseln. Nachteilig ist allerdings, dass sich die Leuchte auf der Rückseite der Powerstation befindet. Das reicht zwar, um beispielsweise beim Camping oder einem Stromausfall etwas Licht zu haben. Um die Powerstation im Dunkeln zu bedienen, hilft es aber nicht wirklich.
Praxis: Laut und langsam, aber solide Effizienz
Wie eingangs geschildert, ist die Jump 2200 für ihre Kapazität gemessen an anderen, allerdings meist teureren Powerstations relativ schwer. Mit ihren knapp 18 kg lässt sie sich mit etwas Kraftaufwand allerdings noch recht gut transportieren. Beim längeren Herumtragen mit zwei Händen sind die gängigen zwei seitlichen Griffe anderer Modelle (statt wie hier ein großer Griff oben) aus unserer Sicht aber einfacher in der Handhabung.
Praktisch ist unter anderem die große Auswahl an Anschlüssen. Ist die Powerstation allerdings einmal leergesaugt, limitiert sie sich stark beim Wiederaufladen. Die 400 W maximaler DC-Eingang zum Anschließen eines Solarpanels oder zum Laden in einem Fahrzeug über die Bordsteckdose ist in dieser Klasse zu verkraften. Dass sie aber auch nur mit maximal 400 W über das AC-Stromnetz lädt, ist für ein Modell mit 1,5 kWh extrem langsam. Somit dauert der Ladevorgang unnötig lange. Hier ist Geduld gefragt.
Im Praxis-Test hat die Vtoman Jump 2200 an einer Steckdose dieses "Tempo" sogar nicht ganz erreicht und mit maximal 325 W über 5 Stunden zum vollständigen Laden benötigt. Das ist nicht verwunderlich. Denn das mitgelieferte AC-Ladegerät wartet mit maximal 328,5 W DC-Ausgangsleistung auf. Es gibt nicht die übliche Möglichkeit, den Solargenerator über ein Anschlusskabel per Kaltgerätestecker direkt mit der Steckdose zu verbinden - unpraktisch.
Ebenfalls negativ im Test zu benennen ist die Lautstärke der Vtoman Jump 2200. Die Powerstation war sowohl bei der Stromabgabe als auch beim Laden mit deutlich über 60 dB (aus 1 m Entfernung gemessen) sehr laut - damit deutlich auffälliger als viele Wettbewerber. Das nervt in jeder Situation, zumal der Lüfter zumeist die ganze Zeit läuft und nur Vollgas kennt. Gut ist im Test hingegen die Effizienz beim AC-Laden. Fast 93 Prozent der an der Steckdose gemessenen Energie von rund 1.675 Wh sind im 1.548 Wh fassenden Akku angekommen.
Auch bei der AC-Abgabe zeigt sich die Jump 2200 mit solider Effizienz. Mit geringer Last von rund 250 W konnten wir in über 5 Stunden rund 84 Prozent der Akkukapazität abrufen. Allerdings verbessert sich der Wert nicht mit steigender Leistung. Auch bei Bezug von konstant 1.800 W, womit die Powerstation in gut 40 Minuten leergesaugt ist, blieb die Effizienz auf gleichem Level. Hier können die Modelle anderer Hersteller wie Anker Solix und Co oft noch zulegen.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.




















