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NBA 2K16 Kaufwarnung PC

Florian Glaser, Stefanie Voigt, 29.09.2015

Fehlwurf. An dieser Stelle sollten Sie eigentlich einen Benchmark-Artikel zu NBA 2K16 finden. Aufgrund diverser Probleme (allen voran Technik und Steuerung) müssen wir jedoch eine Kaufwarnung für die PC-Version aussprechen. Hier unser Bug-Report.

NBA 2K16

Nach insgesamt 83 Gaming-Artikeln, die seit 2012 entstanden sind, sahen wir uns erstmals gezwungen, einen Benchmark-Test komplett abzubrechen. Der frische Ableger der Basketballreihe NBA 2K ist auf dem PC derart unausgereift und fehlerbehaftet, dass man nur den Kopf schütteln kann. Die meisten Probleme fallen dabei in die Kategorien »Technik« und »Bedienung«.

  • Auf unserem 4K-Monitor (Asus PB287Q) beendete sich NBA 2K16 bei der Aktivierung von 3.840 x 2.160 Pixeln und stürzte danach immer ab. Da im Spielverzeichnis und im Dokumente-Ordner von Windows keine Config- oder Settings-Datei steckt, half nur der Wechsel auf einen FHD-Monitor mit 1.920 x 1.080 Pixeln, um den Titel wieder zum Laufen zu bringen.
  • Aus unerfindlichen Gründen war die Performance nach dem Start oft so niedrig (~1 fps), dass es teils Minuten dauerte, sich durch die verschiedenen Menüs zu hangeln. Erst ein Umstellen der Grafik-Settings (egal, welche Option) verbesserte die Frame-Rate deutlich.
  • NBA 2K16 sagt selbst, dass es nur für den 60-Hz-Betrieb inklusive V-Sync optimiert ist respektive optimal funktioniert.
  • Trotz korrekter Einstellungen hatten wir auf dem Desktop-PC mit seltsamen schwarzen Balken an den Rändern zu kämpfen, die jeweils unterschiedlich dick waren (keine typischen Filmbalken).
  • Auch High-End-Systeme mit Quad-Core-CPU und potenter GPU können – unabhängig von den Settings – im Verlauf eines Matches störende Ruckler erzeugen (Batman Arkham Knight lässt grüßen)
  • Es ist nicht klar, welches Anti-Aliasing als Ergänzung zu SSAA verwendet wird. Außerdem: Was hat die Vibration des Controllers in den Video-Settings zu suchen?
  • Das Grafikmenü wirkt generell etwas undurchdacht. Neben den fehlenden Presets stört auch die Tatsache, dass nicht alle Optionen direkt erreichbar sind und man umständlich scrollen muss.
  • Ohne Gamepad lässt sich der Titel im Endeffekt nicht steuern. Schon in den Menüs fragt man sich häufig, welche Taste gedrückt werden soll (z .B. Leertaste zur Bestätigung und 1/Ende auf dem Nummernblock zum Abbruch). Falls doch eine Taste eingeblendet wird, ist die Belegung völlig sinnfrei. Für »Weiter« muss man beispielsweise 2 auf dem Hauptblock statt Enter drücken.
  • Ein Menü zur Konfiguration der Tastatur fehlt. Mit Keyboard scheinen Matches überhaupt nicht bedienbar zu sein.
  • Mit knapp 45 GByte entpuppt sich NBA 2K16 als überraschend groß für einen Sporttitel. Den entsprechenden Platzbedarf würde man eher von einem Rollenspiel wie The Witcher 3 erwarten. Zum Vergleich: FIFA 16 benötigt ca. 13 GByte. Umso ärgerlicher, dass die Ladenversion keine DVDs, sondern nur einen Steam-Code enthält.
NBA 2K16
NBA 2K16
NBA 2K16

Nimmt man alle Aspekte zusammen, ist NBA 2K16 aktuell nur etwas für hartgesottene und frustresistente PC-Spieler, die ein Gamepad besitzen. Für Benchmark-Tests eignet sich der Titel bis auf Weiteres nicht. Schade, denn grundsätzlich macht das Gameplay eine gute Figur. Dank der hochwertigen Animationen und der glaubwürdigen Physik fühlen sich die Matches sehr echt an. Zumal NBA 2K16 mit einer tollen Atmosphäre punktet. Sei es nun die Berichterstattung vor dem Spiel oder die akustische Untermalung durch Zuschauer und Musik. An der Qualität der Effekte und dem Detailgrad der Figuren gibt es ebenfalls nichts zu meckern.

Ob wir die aufgeführten Bugs noch mit anderen Rechnern verifizieren, ist im Hinblick auf die anstehenden Projekte eher unwahrscheinlich. Der GPU-Treiber (Nvidia ForceWare 355.98) war natürlich auf dem neuesten Stand. Im Steam Shop beklagen sich übrigens sehr viele Käufer über die technische Umsetzung (Abstürze, Lags, ...).

Testsystem: Intel Core i7-3770K, Nvidia GeForce GTX 980/950, 8 GByte DDR3-RAM, Windows 10 Pro 64 Bit

NBA 2K16
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Autor: Florian Glaser, 29.09.2015 (Update: 15.05.2018)
Florian Glaser
Florian Glaser - Managing Editor Gaming
In den frühen 90er-Jahren mit MS-DOS und Windows 3.1 aufgewachsen entdeckte ich schon im Kindesalter mein Interesse für den Bereich Computer. Speziell Computerspiele strahlten bereits damals eine große Faszination auf mich aus. Von Monkey Island über Lands of Lore bis hin zu Doom wurde alles gezockt, was man so unter die Finger bekam. Für Notebookcheck bin ich seit 2009 tätig mit Schwerpunkt auf leistungsstarke Gaming-Notebooks.