Bereits 2020 haben wir über erste Konzepte für eine miniaturisierte Zoomkamera im Smartphone geschrieben, 2022 hat Sony dann das Xperia 1 IV als erstes kommerzielles Smartphone mit Periskop-Zoomkamera vorgestellt, das in den letzten Jahren immer weiter verfeinert wurde. Drei Jahre später kann man abseits des Xperia 1 VII (hier bei Amazon erhältlich) aber immer noch kein aktuelles Kamera-Flaggschiff mit echtem, optischem Zoom kaufen, stattdessen wird auf ein oder zwei Telefotos mit fixer Brennweite und mehr oder weniger gutem Digitalzoom dazwischen und darüber hinaus gesetzt. Das Xiaomi 17 Ultra, das vermutlich bereits in diesem Monat sein Debüt in China feiern wird, soll bisherigen Gerüchten zufolge erstmals ebenfalls auf eine derartige Zoomlösung auf Basis eines 200 Megapixel Sensors setzen, alle anderen Hersteller halten sich mit konkreten Ankündigungen diesbezüglich aber noch zurück.
Interessanteweise hat nun aber Tecno auf seinem alljährlichen Future Lens Event das "Freeform Continuum Telefoto" präsentiert, das im Zoombereich zwischen 1x und 9x auf optischen Zoom mit variablen Brennweiten setzt. Das ist doppelt spannend, da hier anders als bei den Sony-Flaggschiffen kein dediziertes Telefoto sondern die Hauptkamera zum Zoomen genutzt wird. Der Hersteller spart sich also eine zweite Kamera, zudem entfällt der meist nicht perfekte Abgleich der Farbabstimmung zwischen Hauptkamera und Telefoto. Der große Vorteil ist natürlich die annähernd gleichbleibende Zoomqualität über alle Brennweiten hinweg.
Dual-Mirror Reflect Telefoto
Wie man sich denken kann, ist das Freeform Continuum Telefoto vorerst noch ein Konzept und bei Samsung sowie Largan in Entwicklung. Erste Tecno-Phones mit einer derartigen Zoom-Lösung wird man wohl frühestens in 2027 sehen. Etwas früher könnte es eine andere Kamera-Innovation von Tecno geben, die sich Dual-Mirror Reflect Telefoto nennt. Dieses Design ähnelt bisher verfügbaren Periskop-Telefotos mit einer fixen Brennweite, allerdings mit dem Unterschied, dass hier analog zu Spiegellinsenobjektiven Spiegel mit Linsen kombiniert werden - in diesem Fall zwei Stück - was neben etwa 50 Prozent kleineren Periskop-Modulen auch interessante Bokeh-Effekte im Donut-Look ermöglicht, allerdings auch eine Blendenstufe Licht kostet. Erste Smartphones mit einem derartigen Telefoto könnten bereits im Laufe des nächsten Jahres verfügbar sein.





























