Eine Tokioter Schnellstraße, die bis zum Mond führt? Genau diese Idee hat Swatch mithilfe einer neuen Uhr umgesetzt. Neben der futuristischen Stadtansicht gibt es ein zweites Design, das Japans Vergangenheit aufgreift. Die beiden neuen Modelle der Swatch-Destination-Art-Kollektion sind am 16. Oktober 2026 erschienen. In Japan unterscheiden sie sich allerdings deutlich hinsichtlich ihrer Vertriebswege.
Die gemeinsam mit dem in Tokio geborenen Illustrator Shinji Tsuchimochi gestaltete Kollektion verbindet Einflüsse der traditionellen japanischen Ukiyo-e-Kunst mit Elementen aus Manga und Anime. Zu Tsuchimochis Inspirationsquellen gehören außerdem Künstler wie Utagawa Hiroshige und Vincent van Gogh.
Ein Tokioter Taxi auf ungewöhnlicher Route
Das erste Modell, Expressway to the Future, zeigt eine farbenfrohe Stadtansicht von Tokio und ein Taxi auf dem Weg zum Mond. Dazu passen gelbe, blitzförmige Zeiger. Die 41 mm große Quarzuhr ist bis 3 bar wasserdicht.
Weitere mehrfarbige Motive auf dem dunkelblauen Gehäuse und Armband setzen die Illustration über das Zifferblatt hinaus fort.
Für Japan nennt Swatch vier teilnehmende Filialen in Ginza, Harajuku, Shibuya und Yokohama Vivre. Damit ist der angekündigte Vertrieb dort stärker eingeschränkt als beim zweiten Modell. Als nummerierte limitierte Auflage oder weltweit exklusives Modell bezeichnet der Hersteller die Uhr jedoch nicht.
Eine Brücke zwischen Japans Vergangenheit und Gegenwart
Das zweite Modell, Bridge to the Past, verfolgt einen anderen gestalterischen Ansatz. Das von einer Brücke aus der Edo-Zeit inspirierte Motiv zeigt einen japanischen Sommerabend mit Feuerwerk. An Windspiele erinnernde Farben und transparente Details verleihen dem Design eine leichtere Anmutung. Das 34 mm große Gehäuse besteht aus biobasiertem Material. Seine transparente Gestaltung setzt sich im Armband fort. Unter dem ebenfalls biobasierten Uhrenglas sitzen goldfarbene Zeiger. Auch dieses Modell nutzt ein Quarzwerk und ist bis 3 bar wasserdicht. Anders als die Tokio-Version ist Bridge to the Past in Swatch-Filialen in ganz Japan sowie im japanischen Onlineshop des Herstellers erhältlich.
Zwei Uhren mit unterschiedlichen Perspektiven
Die Unterschiede beschränken sich nicht auf die Gestaltung. Innerhalb der Destination-Art-Kollektion, die Orte mit Künstlern verbindet, die einen Bezug zu ihnen haben, nehmen die beiden Modelle unterschiedliche Rollen ein.
Expressway to the Future ist gezielt Tokio gewidmet, während Bridge to the Past Japan insgesamt repräsentiert. Dieser Gegensatz prägt auch die Illustrationen, vom Taxi auf dem Weg zum Mond bis zur Brücke, die verschiedene Epochen der japanischen Geschichte verbindet. Beide Uhren sind seit dem 16. Oktober erhältlich. Auf den deutschen Produktseiten ist Expressway to the Future mit 115 Euro gelistet, Bridge to the Past mit 105 Euro.
Für keines der beiden Modelle hat Swatch eine begrenzte Produktionsmenge angekündigt. Internationale Produktseiten sind zudem keine Bestätigung für eine weltweite Verfügbarkeit im Handel. Beim Tokio-Modell stellt sich daher zunächst die Frage, wo es tatsächlich gekauft werden kann.











