Neuer Nvidia-Treiber begrenzt Spannung bei GeForce-RTX-GPUs und reduziert die Leistung

Seit der Veröffentlichung des Game-Ready-Treibers für Resident Evil Requiem hat das Treiberteam von Nvidia offenbar mit Problemen zu kämpfen. Die Version 595.59, die eigentlich Optimierungen für das Spiel liefern sollte, führte nicht nur zu Leistungseinbußen, sondern auch zu Schwierigkeiten bei der Erkennung von GPU-Lüftern. Das Unternehmen zog den Treiber daraufhin zurück und veröffentlichte eine aktualisierte Version. Diese scheint jedoch wiederum neue Probleme mit sich zu bringen.
Wie der YouTube-Kanal Bang4BuckPC Gamer berichtet, führt die aktuelle Treiberversion 595.71 eine Spannungssperre bei einigen Grafikkarten ein. Welche Modelle genau betroffen sind, ist noch nicht vollständig geklärt. Klar ist jedoch, dass die Nvidia GeForce RTX 5090 dazugehört. Zudem gibt es Berichte von Nutzern der Nvidia GeForce RTX 4090, Nvidia GeForce RTX 4080 Super und Nvidia GeForce RTX 4070 Ti Super, deren Grafikkarten ebenfalls von dem Problem betroffen sein sollen.
In einem aktuellen Video berichtet der YouTuber, dass nach dem Update auf den neuen Treiber bei seiner Asus TUF Gaming GeForce RTX 5090 OC Edition niedrigere Spannungswerte sowohl im Standardbetrieb als auch beim Übertakten gemessen wurden. Im Stock-Betrieb erreichte die GPU noch etwa 1,055 bis 1,060 Volt. Wurde der Kerntakt jedoch um 150 MHz erhöht, stieg der Takt zwar korrekt an, die Spannung sank jedoch auf etwa 1,045 bis 1,050 Volt. Bei einer Übertaktung um 300 MHz fiel die Spannung sogar unter 1 Volt auf rund 0,990 Volt, während der Kerntakt weiterhin unter 3.000 MHz blieb. Dies deutet darauf hin, dass die Spannung offenbar auf unter 1 Volt begrenzt wurde, wodurch sich die Taktraten trotz Übertaktung nicht über etwa 3.000 MHz steigern lassen.
Auch Wccftech führte Tests mit einer MSI GeForce RTX 5090 SUPRIM X durch und stellte ähnliche Ergebnisse fest. Mit einem älteren Treiber und manueller Übertaktung lief die Karte bei etwa 1,020 bis 1,030 Volt und erreichte Kerntaktraten von bis zu 3.030 MHz. Nach dem Update auf den neuen Treiber überschritt die GPU bei denselben Übertaktungseinstellungen jedoch nicht mehr 3.000 MHz, während die Spannung auf etwa 1,005 bis 1,010 Volt sank. Selbst im Standardbetrieb arbeitete die Karte mit dem neuen Treiber bei niedrigeren Spannungen als mit der vorherigen Version.
Vermutlich hat Nvidia diese Spannungsbegrenzungen als Reaktion auf zahlreiche Berichte über geschmolzene Stromanschlüsse eingeführt. Dadurch soll theoretisch die maximale Spannung am 16-Pin-Stecker begrenzt werden, was wiederum Schäden an Anschlüssen oder GPUs verhindern könnte. Allerdings scheint diese Maßnahme zulasten der Leistung zu gehen.
Quelle(n)
Bang4BuckPC Gamer auf YouTube, Wccftech, Reddit, Juan Alejo auf X








