Tesla Model Y: Robotaxi-Unfälle steigen mit autonomer Flotte über menschlichen Durchschnitt

Elon Musk hat offiziell bestätigt, dass Tesla derzeit etwa 500 autonome Model-Y-Robotaxis in Austin und San Francisco betreibt. Das ist deutlich weniger als bei Waymo: Der Konkurrent hat über 3.000 Fahrzeuge in sechs US-Städten im Einsatz.
Die Tesla-Robotaxis, serienmäßige Einheiten des Modelljahrs 2026 mit einer geschlossenen FSD-Softwareversion, die ohne menschliche Aufsicht fahren, häufen jedoch in rasantem Tempo Vorfälle an. Laut dem neuesten Unfallbericht für selbstfahrende Fahrzeuge, den Tesla bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA einreichen muss, gab es allein im letzten Monat fünf Vorfälle mit den Robotaxis in Austin.
Im gesamten letzten Jahr, als die Tesla-Robotaxi-Plattform dort den Betrieb aufnahm, waren es insgesamt neun – mit dem entscheidenden Unterschied, dass Tesla erst im Januar begann, Passagiere ohne menschliche Sicherheitsbegleitung befördern zu lassen.
Ob ein Zusammenhang zwischen dem Verzicht auf Sicherheitsfahrer und der gestiegenen Zahl der Vorfälle besteht, ist unklar, da der Elektroautohersteller in der Zwischenzeit auch seine Ridesharing-Flotte vergrößert hat. Dennoch entspricht die Zahl der gemeldeten neuen Vorfälle mit Fahrzeugen, die unter unbeaufsichtigtem FSD laufen, etwa einem Unfall pro 57.000 Meilen (ca. 91.700 Kilometer).
Dies ist weit entfernt von der Aussage „6x sicherer als der Mensch“, die Tesla in seinen Autopilot-Berichten anführt. Tatsächlich liegt die Unfallrate damit etwa zehnmal höher als der menschliche Durchschnitt von einem Unfall pro eine halbe Million Meilen.
Es erübrigt sich zu erwähnen, dass Tesla seine autonomen Meilen nicht nach Softwarekategorie oder -version aufschlüsselt. Dadurch werden diese Behauptungen noch intransparenter. Das Fahren mit Autopilot auf einem leeren Autobahnabschnitt birgt ein ganz anderes Risiko als eine autonome Fahrt ohne Sicherheitsbegleiter im Berufsverkehr der Innenstadt von Austin.
Tesla gibt an, dass die meisten Unfälle mit seinen Robotaxis lediglich zu Sachschäden führten, beispielsweise beim Rückwärtsfahren auf Parkplätzen. Allerdings gab es auch Fälle, in denen Personen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Der Elektroautohersteller bereitet für Ende des Jahres eine massive Ausweitung seiner Robotaxi-Flotte auf weitere US-Städte vor, unter anderem mit dem pedal- und lenkradlosen Cybercab-Zweisitzer. Es bleibt abzuwarten, ob die Unfallzahlen entsprechend in die Höhe schnellen werden.






