Während die meisten Gamer angesichts der aktuellen RAM-Preise ihren Arbeitsspeicher in Kürze vermutlich nicht freiwillig aufstocken werden, ist ein neues RAM-Kit auf den Markt gekommen, das alles andere als eine preisbewusste Anschaffung wäre. Dieses neue DDR5-RAM-Kit stammt vom US-Unternehmen Nemix, das auf Speicherlösungen für Technologieunternehmen und Behörden spezialisiert ist. Genauer gesagt hat die Firma ein enormes 4TB-DDR5-Speicherkit angekündigt, das aus 16 einzelnen 256GB-ECC-RDIMMs besteht und umgerechnet über 65.000 Euro exklusive Mehrwertsteuer kostet.
Das 4TB-DDR5-RAM-Kit von Nemix arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 6400 MT/s und einer CAS-Latenz von 52. Der Einstiegspreis liegt bei rund 60.000 Euro für die günstige Ausführungen, in der Spitze werden bis zu 76.999 US-Dollar verlangt, was umgerechnet knapp 65.400 Euro wären. Hauptabnehmer für derartige RAM-Kits dürften dementsprechend KI-Rechenzentren oder andere Server-Anlagen sein, die mit besonders hohen Bandbreiten arbeiten und leistungstechnisch keine Kompromisse eingehen.
Trotz des krassen Preisanstiegs von Arbeits- und auch SSD-Speicher stellt sich trotzdem die Frage, warum dieses Kit so wahnsinnig teuer ist. Das liegt an einer Kombination aus der hohen Dichte der verwendeten Speicherchips und der enormen Speichermenge, die RAM-Module für den Serverbetrieb gut gebrauchen können. Diese RAM-Kits sind in verschiedenen Konfigurationen erhältlich und sollen eine stabile Leistung unter hoher Last bieten.
Zur Einordnung, diese RAM-Kits kosten umgerechnet etwa 14 bis 15 Euro pro GB an Kapazität. Das ist immer noch deutlich teurer als der RAM für normale PCs, denn trotz des Engpasses sind 32GB DDR5 mitunter noch für knapp 200 Euro zu finden.
Die 4TB-DDR5-RDIMMs von Nemix sind aufgrund ihrer relativ hohen CAS-Latenz nicht für übliche Desktops oder Gaming-PCs geeignet, selbst wenn man sich diese leisten könnte. Ebenso gibt es keine handelsüblichen Mainboards, die insgesamt 16 RAM-Slots zur Verfügung stellen. Die meisten Gaming-Motherboards bieten in der Regel vier RAM-Bänke, im Workstation-Segment sind mitunter acht Steckplätze zu finden. Angesichts der Tatsache, dass viele der besagten RAM-Kits schon nicht mehr verfügbar sind, dürften die großen KI-Unternehmen den vorhandenen Lagerbestand bereits erworben haben.
Diese Situation zeigt erneut auf, wie hoch die RAM-Nachfrage von Rechenzentren derzeit ist, selbst wenn die entsprechenden Kits über 60.000 Euro kosten.














