Es wurde bereits viel über den anhaltenden DRAM- und NAND-Engpass berichtet, und laut aktuellen Berichten wird sich die Lage wahrscheinlich noch weiter verschlimmern. IDC hat im Zuge einer Marktanalyse beispielsweise behauptet, dass der Speichermangel "bis weit ins Jahr 2027 anhalten könnte".
Während DDR4-RAM somit wieder an Relevanz gewinnt, nutzen auch diverse Speicherhersteller die aktuelle Situation aus, um ihren Profit selbst mit dem Verkauf älterer Speichermodule weiter zu steigern. Modder sehen jedoch einen anderen Ansatz und haben eine mehr oder weniger praktikable Möglichkeit gefunden, um die RAM-Kosten für ihre Gaming-PCs zumindest etwas zu senken.
Diese Idee dreht sich um selbstgebaute RAM-Riegel. Auf den ersten Blick ist der Vorgang vergleichbar mit dem Auflöten von zusätzlichem VRAM auf Grafikkarten. Natürlich braucht man zum Bauen eines eigenen Arbeitsspeicher-Moduls eine Leiterplatte mit passendem Layout und den Speicherchips selbst.
Wie Pro Hi-Tech hervorhebt, sind diese Basisteile allerdings nicht sonderlich schwer zu beschaffen. Chinesische Verkäufer bieten bereits DDR5-Leiterplatten an, die praktisch fertig zum Löten sind. Dieses Vorgehen würde Bastlern aktuell jedoch nicht allzu viel Geld sparen. Eine Schätzung von Pro Hi-Tech und Viktor „Vik-On“ kommt zu dem Ergebnis, dass ein 16GB-RAM-Modul rund 12.000 Rubel, also umgerechnet etwa 130 Euro kosten würde.
Je nach Vergleichspreis ist dies nicht sonderlich günstiger als der durchschnittliche 16GB-DDR5-Riegel. In Deutschland liegen die Amazon-Preise für diesen Desktop-Arbeitsspeicher aktuell bei über 150 Euro. In Zukunft könnte selbstgebauter RAM potenziell aber eine größere Ersparnis bieten, sofern sich diese kundenunfreundliche Preisentwicklung weiter fortsetzt.
Quelle(n)
Pro Hi-Tech via VideoCardz / Bild: Giorgio Trovato auf Unsplash









