Neues Gratis-MMORPG feiert vielversprechenden Steam-Launch – allerdings mit einem Haken

Das „Cultivation“-Genre (Xiuxian) ist normalerweise extrem zeitintensiv, aber Legend of Mortal Cultivation (凡人修仙传奇) ist gerade auf Steam erschienen und versteht sich quasi als „Antithese“ zu stressigen RPGs. Das am 30. Januar 2026 in seiner finalen Fassung veröffentlichte Spiel ist ein Hybrid aus Idle-Clicker und Massen-Mehrspieler-Erfahrung.
Es verzichtet auf die komplexen Action-Kämpfe, wie man sie von Titeln wie Eldegarde kennt, und konzentriert sich stattdessen auf das passive Wachstum eines sterblichen Protagonisten, der über ein göttliches Artefakt namens „Haotian-Spiegel“ stolpert.
Dein Charakter kultiviert im Hintergrund ständig spirituelle Kraft. Durch das Aufwerten des Haotian-Spiegels steuerst du direkt die Qualität der Beute, die du von Bossen und normalen Gegnern im Spielverlauf erhältst. Es ist ein zahlenbasiertes System, das perfekt als „Zweitmonitor-Spiel“ konzipiert ist – du kannst also Fortschritte machen, während du mit anderen Aufgaben beschäftigt bist.
Maschinelle Übersetzungen der ersten 124 Rezensionen zeichnen das Bild eines Spiels, das seine Nische genau kennt. Für internationale Spieler gibt es jedoch einen Haken: Legend of Mortal Cultivation ist nicht auf Englisch verfügbar. Aktuell sind das Interface und alle Story-Inhalte ausschließlich auf Chinesisch, sodass Spieler ohne fundierte Sprachkenntnisse kaum durch die Menüs navigieren oder die Handlung verstehen können.
Einige Spieler versuchen, sich mit Tools wie XUnity.AutoTranslator oder Screen-Capture-Apps wie Google Lens zu behelfen, um die Menüs in Echtzeit zu übersetzen. Dabei kommen oft Mod-Frameworks wie BepInEx zum Einsatz, um englische Text-Overlays direkt in die Unity-Engine des Spiels einzuspielen.
Ansonsten ist das Spiel ein technisches Leichtgewicht: Es benötigt nur 4 GB RAM und verbraucht kaum Speicherplatz, sodass es problemlos auf älterer Hardware läuft. Für Steam Deck-Nutzer ist die Lage komplizierter. Das Spiel ist zwar spielbar, gilt aber aktuell als „Unverified“. Die Benutzeroberfläche ist stark auf die Mausbedienung ausgelegt, was bedeutet, dass man die meiste Zeit auf den Trackpads verbringt. Zudem ist der Text auf dem 7-Zoll-Bildschirm des Handhelds winzig und schwer lesbar. Weitere Informationen zu diesem Free-to-Play-RPG findest du hier.




















