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Neues MMORPG auf Steam: Über 5.000 Reviews – entwickelt von Ex-Blizzard-Team

Im Bild: Ein Screenshot aus Eldegarde. (Bildquelle: Steam)
Im Bild: Ein Screenshot aus Eldegarde. (Bildquelle: Steam)
Eldegarde ist am 21. Januar 2026 offiziell in Version 1.0 gestartet. Die Bewertung von 70 % zeigt eine solide Resonanz für den Fantasy-Extraction-Loop, doch das Ex-Blizzard-Team kämpft mit Beschwerden über steife Animationen und eine überladene Benutzeroberfläche.

Das Extraction-Genre erlebt derzeit einen kleinen Höhenflug. Während viele Spieler an die Shooter-Mechaniken von Tarkov oder neueren Titeln wie Arc Raiders gewöhnt sind, setzt Notorious Studios statt Gewehren lieber auf Breitschwert und Feuerball. Eldegarde war vergangenes Jahr unter dem Namen Legacy: Steel & Sorcery im Early Access feierte am 21. Januar 2026 seinen offiziellen 1.0-Launch. Das Team unter der Leitung von Blizzard-Veteran Chris Kaleiki verbrachte elf Monate damit, einen Mittelweg zwischen „Hardcore PvPvE“ und entspannterem „Mini-MMO“-Feeling zu finden.

Das Spiel selbst ist ziemlich geradlinig: Man wählt eine von sechs typischen Klassen – etwa Paladin, Schurke oder Zauberer – und betritt eine von fünf einzigartigen Zonen, um Monster zu jagen, Truhen zu looten und hoffentlich zu extrahieren, bevor man von einem anderen Spieler „gegankt“ wird. Die wichtigste Neuerung mit Version 1.0 ist ein reiner PvE-Modus, den die Entwickler eingeführt haben, nachdem klar wurde, dass ein großer Teil der Community lieber in Ruhe die Welt erkunden und Bosse wie Mor'thog the Cruel bekämpfen will – eben ohne ständiges „Ganking“. Eine kluge Entscheidung, die offenbar Wirkung zeigt: Kurz nach dem Update erreichte die Spielerzahl einen 24-Stunden-Peak von 689 gleichzeitig aktiven Nutzern.

Die Bewertungen sind mit 70% „Größtenteils positiv“, doch ein Blick auf das jüngste Feedback zur Version 1.0 zeigt ein gemischteres Bild – hier sinkt die Zustimmung auf 53 %. Treue Fans loben besonders die Tiefe des „Lodge“-Systems, in dem man funktionale Möbel wie Schmieden oder Betten baut, um etwa ausgeruhten XP-Bonus zu erhalten. Neue Spieler hingegen kritisieren, dass sich das Kampfsystem weiterhin etwas „steif“ anfühlt und die Benutzeroberfläche ein unübersichtliches Menü-Chaos sei. Auch das Monetarisierungsmodell sorgt für Unmut: Zwar ist das eigentliche Spiel kostenlos, doch die Preise für „God Tier“-Supporter-Pakete und kosmetische Items stoßen bei vielen auf Kritik.

(Bildquelle: Steam)
(Bildquelle: Steam)
(Bildquelle: Steam)
(Bildquelle: Steam)

Das Spiel basiert auf der Unreal Engine und bietet moderne Features wie DLSS und Frame Generation. Allerdings zeigt sich Eldegarde als echter Ressourcenfresser. Auf Mittelklasse-Systemen ist oft ein manueller Abstecher in die Grafikeinstellungen nötig, um eine stabile Framerate zu erreichen. Für Steam-Deck-Spieler gilt dasselbe. Zwar ist der Titel grundsätzlich spielbar, doch die Standardsteuerung wirkt sperrig, und selbst einfache UI-Abläufe erfordern häufig die Bildschirmtastatur. Man merkt dem Spiel an, dass es ein Herzensprojekt eines Ex-AAA-Teams ist – ob es jedoch eine langfristige Community aufbauen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Entwickler die Bewegungsanimationen in den Griff bekommen.

Hier geht es zu Eldegarde, das auf Steam aktuell 24,99 Euro kostet.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Neues MMORPG auf Steam: Über 5.000 Reviews – entwickelt von Ex-Blizzard-Team
Autor: Anubhav Sharma, 22.01.2026 (Update: 22.01.2026)