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Nvidias „UVP-Lüge“: Warum Grafikkartenpreise vielleicht nicht nur wegen der RAM-Krise steigen

Laut YouTuber der8auer steigen Grafikkartenpreise nicht nur wegen der Speicherkrise. (Bildquelle: der8auer)
Laut YouTuber der8auer steigen Grafikkartenpreise nicht nur wegen der Speicherkrise. (Bildquelle: der8auer)
Steigende RAM-Preise gelten als Haupttreiber für teurere Grafikkarten, doch laut dem YouTuber der8auer könnten auch Nvidias Preisstrukturen eine entscheidende Rolle spielen. In seinem Video spricht er von einer „UVP-Lüge“.

Arbeitsspeicher wird immer teurer. Das ist mittlerweile keine große Neuigkeit mehr. Allerdings sind auch andere Hardware-Produkte von der RAM-Krise betroffen – etwa Grafikkarten. Das könnte man natürlich als logische Folgeerscheinung sehen, immerhin ist in GPUs auch Arbeitsspeicher verbaut. Laut YouTuber der8auer steckt hinter den jüngsten Preisanstiegen am Grafikkartenmarkt jedoch mehr: „Die Nvidia UVP-Lüge“, wie der Hardware-YouTuber sein neuestes Video betitelt. Konkret geht es darum, dass die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für viele Modelle längst keine reale Orientierung mehr ist. Zwar empfiehlt Nvidia weiterhin offizielle Einstiegspreise, in der Praxis sind diese aber kaum zu erreichen.

Laut der8auer, der auf YouTube für Hardware-Analysen und Overclocking-Videos bekannt ist und über eine halbe Million Abonnenten zählt, liegt ein zentraler Grund für das Problem mit der UVP in der internen Preisstruktur zwischen Nvidia und dessen Boardpartnern: GPUs und Grafikspeicher werden häufig als Paket verkauft, wodurch steigende RAM-Preise unmittelbaren Einfluss auf die Einkaufspreise der Hersteller haben. Nvidia schütze so seine Margen und könne Preiserhöhungen weitergeben, ohne die UVP offiziell anheben zu müssen, so der YouTuber. Diese landen dann bei den Herstellern und werden potentiell über Händler bis zum Endkunden weitergereicht.

Lange Zeit half  das sogenannte OPP-Programm (Observed Pricing Program) beim Halten der UVP Preisempfehlung: Nvidia zahlte den Herstellern Geld zurück, wenn Grafikkarten tatsächlich zum empfohlenen Preis verkauft wurden. Ohne diese Unterstützung wäre ein UVP-Preis für viele Modelle wirtschaftlich gar nicht machbar gewesen, erklärt der8auer. Diese wurde nun aber gestrichen, was das Erreichen der UVP noch unrealistischer macht. So existiert die Preisempfehlung auf dem Papier zwar weiterhin, für Händler lohnt es sich aber kaum, Hardware zu diesem Preis abzugeben. Der YouTuber warnt, dass Hersteller sich infolgedessen stärker auf teurere Modelle konzentrieren könnten, da sich günstigere Grafikkarten ohne Preisstützung kaum noch rechnen – was das Angebot weiter verknappt und den Preisdruck insgesamt erhöht.

Quelle(n)

der8auer via YouTube

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Autor: Marius Müller, 23.01.2026 (Update: 23.01.2026)