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Speicherkrise: Steam-Deck-Knappheit weitet sich weltweit aus

Das Steam Deck OLED ist eine verbesserte Version der tragbaren Konsole von Valve, die derzeit allerdings nicht in allen Regionen erhältlich ist.
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Das Steam Deck OLED ist eine verbesserte Version der tragbaren Konsole von Valve, die derzeit allerdings nicht in allen Regionen erhältlich ist.
Das Steam Deck ist derzeit in weiten Teilen Europas, Kanadas und Japans ausverkauft. Grund dafür sind Engpässe bei Speicher- und Speichermedienkomponenten, die im Zusammenhang mit dem Boom von KI-Rechenzentren stehen und die Lieferketten belasten. Valve hat das Problem bestätigt, konkrete Termine für Nachlieferungen sind in mehreren Regionen bislang jedoch nicht bekannt.

Das Steam Deck wird zunehmend schwerer erhältlich – und das nicht nur in den USA. Nach mehreren Wochen mit unregelmäßiger Verfügbarkeit in den Vereinigten Staaten und Teilen Asiens hat sich die Knappheit inzwischen auch auf Kanada und Europa ausgeweitet.

Valve hat bestätigt, dass Engpässe bei Speicher- und Speichermedienkomponenten in bestimmten Regionen die Ursache sind. Was zunächst nach vereinzelten Lagerproblemen aussah, entwickelt sich nun zu einer umfassenderen globalen Lieferknappheit.

Berichten von GamingOnLinux sowie Überprüfungen mehrerer regionaler Seiten des offiziellen Valve-Stores zufolge ist das Steam Deck derzeit in Deutschland, Österreich, Polen, Frankreich und weiteren EU-Ländern sowie in Kanada und Japan nicht verfügbar. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war das Gerät hingegen noch in Australien, dem Vereinigten Königreich, Hongkong, Südkorea und Taiwan erhältlich.

In Deutschland ist derzeit keine der Steam Deck-Versionen erhältlich.

Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung: Die LCD-Version des Steam Deck wird nicht mehr produziert, weshalb dieses Modell inzwischen nahezu überall vergriffen ist. Die weitergehenden Verfügbarkeitsprobleme betreffen allerdings auch die aktuell erhältlichen Modelle.

Wann sich die Lage in den betroffenen Regionen normalisiert, ist weiterhin unklar. Valves ostasiatischer Vertriebspartner Komodo Station geht davon aus, dass die Verfügbarkeit in seinen Märkten bis zum Monatsende wiederhergestellt sein dürfte. Einen globalen Zeitplan hat Valve bislang jedoch nicht genannt.

In Großbritannien kann bislang noch jede Version des Steam Decks bestellt werden.
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In Großbritannien kann bislang noch jede Version des Steam Decks bestellt werden.

Zu den Ursachen der Knappheit äußerte sich Valve nur knapp:

„Das Steam Deck OLED kann in einigen Regionen zeitweise ausverkauft sein – aufgrund von Engpässen bei Speicher- und Speichermedienkomponenten.“

Der aktuelle Mangel an Arbeitsspeicher und Speicherchips wird maßgeblich durch den Boom im Bereich KI-Infrastruktur angetrieben. Große Tech-Konzerne und sogenannte Hyperscaler investieren Milliarden in Rechenzentren, die mit enormen Mengen an KI-GPUs ausgestattet sind. Diese Systeme benötigen große Kapazitäten an High-Bandwidth-Memory (HBM) sowie NAND-Speicher.

Da KI-Unternehmen bereit sind, deutlich höhere Preise zu zahlen, priorisieren Chip-Hersteller deren Aufträge. Für Konsumgeräte bleibt dadurch weniger Produktionskapazität – darunter auch für das Steam Deck. Anders gesagt: Gaming-Handhelds konkurrieren inzwischen direkt mit KI-Rechenzentren um denselben Pool an Speicher- und Speicherchips.

Das Steam Deck ist dabei nicht das erste Gerät, das die Auswirkungen spürt. Zuvor waren bereits RAM-Module und SSDs betroffen, deren Preise im Vergleich zum Vorjahr teils um das Zwei- bis Fünffache gestiegen sind. Anschließend folgten Notebook-Hersteller: Unternehmen wie Dell, Lenovo und Framework kündigten Preiserhöhungen an, die mit gestiegenen Komponentenpreisen begründet wurden. Selbst Apple warnte, dass Speicherengpässe das Ergebnis des zweiten Quartals stärker belasten könnten, da man intensiv daran arbeite, ausreichende Liefermengen zu sichern.

Das Steam Deck könnte der erste Gaming-Handheld sein, der in diesem Ausmaß betroffen ist – aber vermutlich nicht der letzte, sollte der Druck auf die Lieferketten anhalten.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > Speicherkrise: Steam-Deck-Knappheit weitet sich weltweit aus
Autor: Andrew Sozinov, 22.02.2026 (Update: 22.02.2026)