Suche nach außerirdischem Leben: NASA bohrt 1.120 Meter tief im antarktischen Eis

Zu den Eiswelten zählen Pluto, Enceladus (ein Saturnmond) und Europa (ein Jupitermond). Man nimmt an, dass sie unter dicken Eisschichten flüssiges Wasser beherbergen. Einige dieser Welten enthalten zudem die für Leben grundlegenden Bausteine Kohlenstoff, Stickstoff und chemische Energie. Infolgedessen untersuchen Wissenschaftler, ob sie mikrobielles Leben beherbergen könnten.
Um Wasserproben von diesen Welten zu entnehmen, müssten Forscher normalerweise kilometerdicke Eisschichten durchbohren. Welten wie Enceladus bieten jedoch durch einen Prozess namens Kryovulkanismus eine Alternative. Bei diesen Aktivitäten bricht Wasser aus dem unterirdischen Ozean in den Weltraum aus, sodass Wissenschaftler Proben sammeln können, ohne bohren zu müssen.
Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass viele Moleküle auf ihrem Weg vom Ozean in den Weltraum verändert werden könnten. Diesem Problem widmen sich die Forscher Mariam Naseem, Marc Neveu und ihr Team. Die Forscher entnahmen Wasserproben aus dem tiefen Antarktischen Zirkumpolarstrom in einer Tiefe von 1.120 Metern unter der Oberfläche des Weddellmeeres, das östlich der Antarktischen Halbinsel liegt. Sie wählten diesen Ort, da das Wasser dort ähnlich wie auf den Ozeanwelten außerhalb der Erde vom Sonnenlicht isoliert ist.
Die Proben werden in einem Simulator getestet, der die Bedingungen im Weltraum nachbildet. Dies wird den Forschern dabei helfen, zu bestimmen, wie der Kryovulkanismus das Material aus dem Ozean verändert und wie sich diese Veränderungen auf die Suche nach Leben außerhalb der Erde auswirken könnten.
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Bildquelle: Institut de Ciències del Mar (ICM)/Maria Sanchez Urrea








